Kategorie: FachtrainerAkademie | 11.06.2015

Meine Erfahrungen in der Fachtrainer-Akademie 2015 – Teil 2

„Online-Lernen“ ohne PCs und Laptops? Chat auf dem Flipchart? Könnt Ihr Euch das vorstellen? Nein? Das hätte ich mir auch nie vorstellen können! Auch hier erwartete uns eine Überraschung… Einführung ins Thema findet in einer Präsenzphase (so würde sicherlich jeder E-Trainer sagen) statt. Ja, Sandra Dirks steht vor uns! Und klar, erstmal geht es doch um Verständnis und den Sinn des E-Lerning, um seine Möglichkeiten und Grenzen. Nicht wahr? Sehr interaktiv, adaptiv und wie gewöhnt kurzweilig haben wir alle Begriffe zum Thema „Online Lernen“ auf unsere „Festplatte“ gespeichert. Damit kann jeder nach Bedarf selber auch weiterarbeiten. Dafür hat Sandra Dirks eine echt spannende Methoden „Speed-Dating mit Karten“ gewählt. So habe ich eine ganze Menge über das digitale Lernen an nur einem Vormittag gelernt. Und klar, sehen wir uns mit Sandra wieder. Und wo? Selbstredend doch – ONLINE! Ich freue mich diese Welt noch weiter zu begreifen!

Nach der Mittagspause sind wir mit unseren Praxisprojekten dran. Ich habe mich gefreut an eigenem Projekt zu arbeiten und habe mir ein sehr ambitioniertes Ziel gesetzt. Und ich habe echt ein Aha-Erlebnis gehabt und gemerkt, wie viele Arbeit und Aufwand in der Ausarbeitung eines Trainings steckt. Ich habe mir einen Ausschnitt zur Durchführung ausgewählt. Na ja, es ist nicht ganz so rund gelaufen, wie ich es mir im Kopf vorgestellt und gewünscht habe. Aber es ist gut so, weil aus den Fehlern lernt man am meisten. Und wir sind da um zu lernen. Dafür kriegen wir stets ein konstruktives und wertschätzendes Feedback.

Unsere Lernbegleiterin ist in diesen Tagen Susanne Winkler. Sie plaudert aus ihrem Nähkästchen und so lernt man nebenbei von erfahrenen Profis auch mit Pannen umzugehen. Wir sind Menschen und arbeiten mit Menschen!

In diesem Modul dreht es sich um Gruppendynamik und Moderation. Jetzt hat jeder die Möglichkeit, sich als Moderator auszuprobieren. Ja es ist doch klar, Trainer ist nicht nur Präsentator sondern in ganz vielen Trainings Moderator. Hier ist ganz wichtig, das Moderationshandwerkzeug zu beherrschen und über den eigenen Stil zu reflektieren. Mir persönlich imponiert sehr, dass wir schnell ins Tun kommen und aus eigenem Feedback wie aus den Feedbacks für andere lernen. Zum Schluss kommt eine große Lernernte vom Feld, dass an der Pinnwand aus vielen Feedback-Runden entsteht, mit vielen Tipps und jeder kann sich nach eigenem Geschmack, Erfahrung und gesunder Reflexion bedienen. Nimm was Du brauchst und vergiss den Rest!

Und gerade in diesem Modul erleben wir als Gruppe unsere eigene Gruppendynamik „live“. Unsere Trainerin ist meiner Meinung nach echt herausgefordert, mit allem was im Moment geschieht, umzugehen. Sie meistert das ganz professionell und hier kann ich mir nur eine Scheibe abschneiden. Ich bewundere das!

In diesen zwei Tagen haben wir viel Experimente, Live-Simulationen und Aktivierer erlebt und unseren Methoden-Koffer recht gut mit Methoden gefüllt. Aber da passt noch einiges rein und daher freue ich mich auf die Fortsetzung der Ausbildung!

Kategorie: FachtrainerAkademie | 01.06.2015

Meine Erfahrungen in der Fachtrainer-Akademie 2015

Wow! Ich bekomme ein Stipendium für die Fachtrainer-Ausbildung in der Fachtrainer-Akademie und kann von den Besten lernen! Mein Traum geht in Erfüllung! Ja, ich will ganz viel lernen und Menschen beim Lernen als Trainer begleiten!

Und nun stand ich endlich vor dem Gebäude in Wiesbaden, wo die Ausbildung stattfindet. An der Glastür hing das bekannte und bunte Flipchart der Akademie „Herzlich Willkommen“. Auf meinem Gesicht erschien in diesem Moment ein Lächeln und gleichzeitig Neid. Solche Flipcharts machen mich neidisch, weil ich selber nicht zeichnen kann. Oder glaube ich nur daran? Ja, das will ich auch hier lernen – beschloss ich ganz selbstbewusst! Der Wunsch ging dann in Erfüllung. Gut, ich muss ehrlich sagen, natürlich muss ich noch zu einem Meister wachsen, aber die Geheimnisse dieser Meisterschaft wurden uns als allererstes enthüllt. Nach dem Motto „Die Übung macht den Meister“ sollten wir an diesem Tag viel üben. Visualisierung was das Motto des ersten Tages.

By the way. Es war nicht schwierig den Raum im Gebäude zu finden. Von der Tür bis zum Raum lagen auf dem Fußboden kleine Füßchen und zeigten jedem, wo es lang geht. Vor dem Raum wartete auf uns unsere „Kleine Aufnahmeprüfung“, bei der wir uns als Teilnehmer schon mal beschnuppern konnten.

Nach der Runde „Duett der Gemeinsamkeiten“ sind wir recht schnell miteinander vertraut geworden. Ja, so fängt ein gutes Training an: einladende Musik, willkommene Atmosphäre, etwas aufregend, geheimnisvoll und vor allem weckt es viel Neugierde und Wissbegierde. Uns erwartete viel Abwechslung…

Tag 2

Neuer Tag – neue Trainerin – neues Thema – neue Herausforderung. Das Motto des Tages „Präsentieren lernen“. Ja klar, das ist doch ein wichtiges Element in jedem Training. Und das Minto-Prinzip für prägnante Präsentationen bleibt ohne Zweifel für immer im Gedächtnis. Gleichzeitig sind wir in die Welt der Lernpsychologie eingetaucht: Wie lernen Erwachsene? Welche Lerntypen gibt es? Welche Kompetenzen unterscheiden wir? Und vor allem – Wie wird das Lernen unterstützt?

Das Spannende war immer dabei, dass wir uns das Wissen und eine Lehr-Methode gleichzeitig angeeignet haben. Ist das nicht eine Kunst? Für mich war es stets ein Aha-Erlebnis. Wie kompakt, kurzweilig und nachhaltig werden hier die Inhalte vermittelt.
Hier ist das Gebot des Lernens, also was man in der Theorie über das Lernen lernt, erlebt man sofort in der Praxis. Und das alles erst unbemerkbar. Hut ab!

Tag 3 und 4

Jetzt widmeten wir uns Didaktik und Methodik der Erwachsenenbildung mit Sandra Masemann. Hier war ich besonders gespannt, da ich wusste, dass uns mit Sandra viele Überraschungen erwarten. Ich war nicht enttäuscht. Schon nach dem Eintreten des bekannten Raumes war sofort klar – es wird ein Fest des Lernens. Und so kam es: Kleine Bühne, Storrytelling mit Flaschen-Post, Lernlandschaften auf dem Fussboden und viel viel mehr. Das Motto war, wie oft bei Sandra – merkwürdig trainieren.

Mit Leichtigkeit wurden wir mit den wichtigen Instrumenten des Trainers aufgerüstet: von der Auftragsklärung über die Zielformulierung bis zur Trainingsplanung! Meine Begeisterung kann ich kaum in Worte fassen. Ich war abends wie eine ausgepresste Zitrone und doch konnte ich fliegen. Es hat so viel Spaß gemacht! Na klar, Sandra hat viel an dieser Trainings-Dramaturgie gearbeitet. Und das lernen wir in der Akademie auch tun zu können. Und das Können kommt vom Tun.

Die 3,5 Tage waren wie im Flugzeug. Mit einer Hausaufgabe ging es zurück nach Hause.
Das Postulat, welches jeder Trainer beherrschen soll, wird hier gelebt. Nur wenn man selber aktiv ist, lernt man. Und ich schließe mich Eva an, wir waren hervorragend gerüstet, diese Aufgabe zu bewältigen.