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Minto-Prinzip für Präsentationen

27.10.2014

Kennen Sie schon das Minto-Prinzip? Ich zeige Ihnen heute, wie Sie mit dem Minto-Prinzip Ihre nächste Präsentation oder Ihren Vortrag sinnvoll und schnell durchschaubar gliedern. Diesen Artikel werden Sie weiterempfehlen, wenn Sie das nächste Mal in einer langweiligen, schlecht-strukturierten, undurchschaubaren Powerpoint-Präsentation sitzen. „Normale“ Präsentationen sind meist so gegliedert, dass der Redner ein Argument an das nächste reiht und erst am Schluss erkennen Sie in seiner Schlussfolgerung, worauf er eigentlich hinaus wollte. So haben wir das in der Schule gelernt. Einleitung – Argument 1 – Argument 2 – Argument 3 – Schlussfolgerung – Schluss Für wissenschaftliche Arbeiten ist dieses sogenannte Trichterprinzip auch durchaus passend. Für Präsentationen und Vorträge verschenken Sie damit viel Zeit und Energie. Das Minto-Prinzip baut Vorträge nach dem Pyramidenprinzip auf. Einen ersten Eindruck vermittelt das Schaubild weiter oben. (Quelle: Pyramide vs Trichter – http://de.wikipedia.org/wiki/Pyramidales_Prinzip – CC BY-SA 3.0 – Rmlnmc – Eigenes Werk) Hier wird die Kernaussage an den Anfang gestellt und die dazugehörigen Argumente untermauern diese Kernaussage im folgenden Vortrag.

Vorteile des Minto-Prinzips

Der wohl wichtigeste Vorteil dieses Vorgehens: Nennen Sie die Kernaussage direkt zu Anfang, so können Ihre Zuhörer sämtliche Argumente, die Sie im weiteren Verlauf Ihres Vortrages anbringen, zu 100% mit dieser Kernaussage in Beziehung setzen.

Beispielaufbau einer Minto-Präsentation

Ihre nach dem Minto-Prinzip aufgebaute Präsentation könnte beispielsweise so aussehen: In Ihrer Einleitung stellen Sie die aktuelle Situation dar, erläutern, welche Änderung zur aktuellen Frage oder Problematik geführt hat und liefern Ihre Antwort bzw. Lösung. Diese unterfüttern Sie mit der ersten Begründung, die sich auf die Argumente 1 bis 3 stützt und mit Ihrer zweiten Begründung, aufgrund der Argumente 4 bis 6. Ihre Zuhörer können Ihre Begründungen und Ihre Argumente sofort passend mit Ihrer Antwort oder Lösung in Verbindung bringen und Sie sparen sich deutlich Zeit und Energie für weitere Erklärungen. Eine andere Strukturierung könnte so aussehen: In Ihrer Einleitung stellen Sie wieder die aktuelle Situation dar, erläutern, welche Änderung zur aktuellen Frage oder Problematik geführt hat und liefern eine Empfehlung aus Ihrer Sicht. Ihren weiteren Vortrag teilen Sie dann auf in das „Warum?“, welches mit mehreren Gründen dargestellt wird und das „Wie?“, in dem Sie mehrere Handlungsempfehlungen geben. Auch bei diesem Beispiel bewirkt das Vorgehen nach dem Minto-Prinzip, dass Ihre Zuhörer sofort wissen, worauf Sie mit Ihren Gründen und mit Ihren Tipps hinaus wollen und Sie sparen so wieder Zeit und Energie für umständliche Erklärungen.

Wichtig im Minto-Prinzip

Für Ihre Aufteilung der Unterpunkte gilt: Jede nächsthöhere Ebene ist die Zusammenfassung, sozusagen der Überbegriff der Ebene darunter. Beim vorangegangenen Beispiel ist also das „Warum?“ der Überbegriff für Ihre einzelnen Gründe. Außerdem ist jede Ebene in sich logisch geordnet und besteht nur aus Aussagen gleichen Typs, bauen Sie also nicht Ihre Handlungsempfehlungen bereits unter den Punkt „Warum?“ ein, denn dieser enthält lediglich die Gründe, keine Tipps. Viele Tipps und eine genaue und ausführliche Anleitung zum Minto-Prinzip finden Sie auch in „Das Prinzip der Pyramide“ von Barbara Minto. Verständlicherweise kann dieser Blog nur einen klitzekleinen Einblick in das Prinzip geben. Versuchen Sie sich doch einmal an diesem Gliederungsprinzip und teilen Sie uns Ihre Erfahrungen mit. Die Kommentare stehen Ihnen dazu offen.

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