Kategorie: Dialektik & Argumentation | 19.02.2015

Grundeinstellung „Ich bin nicht o.k. – Du bist nicht o.k.“

Die letztmögliche Grundeinstellung zu mir und anderen Menschen ist die Grundeinstellung (- -).

Grundeinstellung (- -)

Man nennt sie auch die Grundeinstellung der Sinnlosigkeit. Diese verzweifelte Grundeinstellung kommt in Stresssituationen zum Vorschein. Menschen können in diese Grundeinstellung abrutschen, wenn z.B. der überbewertete Partner sich abwendet oder der erfolgsgewohnte Helfer sein Versagen realisiert. Ist in allen Ich-Zuständen möglich, außer in der freien Kind-Haltung und im Erwachsenen-Ich.

Menschen, die diese am wenigsten wünschenswerte Grundposition über längere Zeit hinweg einnehmen, können ihrer Arbeit, dem Kontakt mit anderen und dem Leben überhaupt wenig Freude abgewinnen. Sowohl das eigene Selbstvertrauen als auch das Vertrauen in andere sind gestört. Diese Grundhaltung hängt oft mit einer Lebenskrise zusammen und Menschen in dieser Situation brauchen beratende, mitunter auch therapeutische Hilfe.

Hier finden Sie die weiteren Teile dieser Serie:

Kategorie: Dialektik & Argumentation | 16.02.2015

Grundeinstellung „Ich bin nicht o.k. – Du bist o.k.“

In unserer Reihe mit Grundeinstellungen zu mir und anderen Menschen geht es heute um die Grundeinstellung (- +).

Grundeinstellung (- +)

Menschen in dieser Grundposition haben Minderwertigkeitsgefühle, traurige Stimmung, ziehen sich zurück oder klammern, richten sich nach Anderen, die darüber hinaus überbetont bewertet werden (meist aus der überangepassten Kind-Haltung heraus).

Führungskräfte dieser Gruppe glauben sich anderen gegenüber oft unterlegen. Sie handeln häufig aus dieser vermeintlichen Unterlegenheit heraus und richten aufkommende Aggressionen in erster Linie gegen sich selbst. Ihr Selbstwertgefühl ist nicht sonderlich ausgeprägt. Zwischenmenschliche Konflikte versuchen sie bestmöglich zu vermeiden. Um die Zuwendung der anderen nicht zu verlieren, sagen sie sehr oft „ja“, obwohl sie eigentlich “nein“ sagen wollten. Im Umgang mit Mitarbeitern sagen Führungskräfte mit einer (- +) Grundhaltung häufig: “Machen Sie sich keine Sorgen, wenn Sie das nicht können…“oder: „Lassen Sie nur, ich mache das dann schon…“

Hier finden Sie die weiteren Teile dieser Serie:

Kategorie: Dialektik & Argumentation | 09.02.2015

Grundeinstellung „Ich bin o.k. – Du bist nicht o.k.“

Nach der Einführung in das Thema Grundeinstellung zu mir und anderen Menschen und der Grundeinstellung (+ +) geht es nun weiter mit der nächsten möglichen Grundeinstellung.

Grundeinstellung (+ -)

Menschen in dieser Position reagieren arrogant, überheblich oder haben eine überzogen fürsorgliche Haltung. Sie sind schnell in ihrem Verhalten angreifbar. Sie fühlen sich irrtümlich überlegen, indem sie herablassend kritisieren oder ungebeten helfen aus der überkritischen oder überfürsorglichen Eltern-Haltung.

Führungskräfte mit dieser Grundposition sagen den anderen zwar gerne, was sie tun sollten, sind aber häufig kaum in der Lage, ihre eigenen Probleme zu lösen, die sie vielfach auch nicht deutlich genug sehen. Sie schieben die Schuld sehr gerne ab. Sie zwingen den anderen etwas auf, indem sie ausschließlich ihre eigenen Maßstäbe anlegen. Sie verfahren nach dem Motto: Fehler machen nur die anderen; wenn etwas nicht nach Plan geht, sind die anderen schuld. Diese Haltung dient oft dazu, das eigene „Nicht-o.k.“-Verhalten zu überdecken. Führungskräfte mit dieser Einstellung umgeben sich gerne mit Ja – Sagern. Sie besitzen zudem ein hohes Maß an Misstrauen. So verweigern solche Führungskräfte ihren Mitarbeitern Anerkennung, weil sie glauben, dass die Mitarbeiter daraus einen Vorteil ziehen und dies als Zeichen von Schwäche interpretieren würden.

Hier finden Sie die weiteren Teile dieser Serie:

Kategorie: Dialektik & Argumentation | 14.08.2014

Dialektik – Was ist das eigentlich?

„Dialektik & Argumentation“ ist ja einer der Themenbereiche hier im Blog – aber was ist das eigentlich, diese Dialektik?

Die Wikipedia sagt, früher war das eine „Methode der Gesprächsführung oder Argumentation sowie den Bereich, der heute mit Logik bezeichnet wird“. Das hat sich dann aber ein wenig gewandelt und heutzutage meint Dialektik die „Lehre von den Gegensätzen in den Dingen bzw. den Begriffen sowie die Auffindung und Aufhebung dieser Gegensätze“.

Äh, was?

Also, ganz einfach, es geht um das, was wir in der Schule für Aufsätze gelernt haben:
These – Antithese – Synthese

In der These wird eine Argumentationsmöglichkeit aufgezeigt. Dieser wird die genau gegenteilige Argumentation der Antithese gegenübergestellt. Und am Ende ergibt sich in der Synthese eine Lösung oder ein neues Verständnis des Sachverhalts.

Alles klar?

Der Duden drückt es übrigens ein wenig einfacher aus: Dialektik ist die „Fähigkeit, den Diskussionspartner in Rede und Gegenrede zu überzeugen“.

Und das „Philosophische Kopfkino“ von 3Sat ist ebenfalls dieser Frage nachgegangen und erklärt die Dialektik in diesem Video:

Weitere spannende Folgen der Serie „Philosophisches Kopfkino“ finden Sie auf der Seite von 3Sat.

Viel Spaß beim Anschauen!