Kategorie: Präsentation & Rhetorik | 15.05.2017

Zeitpunkt für die wichtigsten Botschaften

Zeitpunkt für die wichtigsten Botschaften Die Ausgangslage Situation ist das die meisten Präsentierenden möglichst viel Wissen vermitteln möchten und dabei ihr Publikum fesseln…… Problem ist, dass das Publikum sich zu häufig gefesselt im Sinne „Oh Gott wie komme ich hier weg“ fühlt statt so bei der Sache zu sein, dass sie auf keinen Fall etwas verpassen möchten. Darüber hinaus kommen vielmals wichtige Botschaften nicht ausreichend prägnant an. Die Frage ist also: „Wie funktioniert der Spagat zwischen Inhaltsvermittlung der wichtigsten Botschaften und ausreichender Unterhaltung?“ Die Antwort: Durch die Platzierung und Inzenierung der wichtigsten Botschaften zu Beginn und Anfang. Warum ist das so? Zu Beginn und am Ende ist die Aufmerksamkeit der Zuhörer am höchsten. Genau das gilt es gezielt zu nuten. Zum Einen um in Szene zu setzen und für die wichtigsten Informationen zur Präsentation. Und zum Anderen um die Teilnehmer (emotional)abzuholen und in eine Geschichte einzuladen.

 

Dabei ist besonders wichtig das:
– der Nutzen für das Publikum jederzeit erkennbar sein mus
– ein ausreichender Bezug vorhanden ist
– die Botschaften präzise und klar sind
– eine konsequente Logik / roter Faden einhalten wird

 

 

Kategorie: Moderation

Präsentation & Rhetorik | 05.01.2016

Moderation oder Präsentation – Die Wahl des richtigen Mittels

Wird in Betracht gezogen, Ergebnisse mittels der Moderations – Methode zu erreichen, müssen im Vorfeld bestimmte Faktoren mit der gewählten Methodik übereinstimmen. Die Struktur der Moderations – Methode, Ziele, Ergebnisse, Abläufe, Zeit und nicht zuletzt die Rolle des Moderators, der sich bei der Moderation im Hintergrund hält, liefern wichtige Entscheidungshilfen. Sollen die Beteiligten in den Prozess einbezogen werden, um mit ihrem Wissen und ihren Erfahrungen Lösungsansätze zu bieten oder sollen sie über fest stehende Ergebnisse informiert werden? Ist der Ablauf flexibel oder in der Gänze durchgeplant und unverrückbar? Welche Zeit steht zur Verfügung? Moderationen können abhängig vom Aufwand und den eingesetzten Mitteln zwischen zehn Minuten und mehreren Tagen dauern. Bei einer Präsentation schwindet die Aufnahmefähigkeit in der Regel nach zwanzig bis dreißig Minuten. Eignet sich die gegebene Fragestellung zur Wiedergabe mittels Papiermedien, Flipchart und Pinnwand? Diese Medien werden hauptsächlich bei Moderationen eingesetzt. Beachten Sie all diese Kleinigkeiten und treffen Sie anschließend die Entscheidung pro oder kontra Moderation.

Moderation oder Präsentation?

Definition Moderation Eine Moderation kann immer dann eingesetzt werden, wenn es das Ziel ist, alle Beteiligten zum Erreichen des Ergebnisses, das nicht feststeht, einzubeziehen. Die Moderation ist ein geplanter Prozess, der den notwendigen Abläufen angepasst werden kann. Der Moderator gibt Initialzündungen um den Prozess zu fördern, steht ansonsten im Hintergrund. Die Kommunikationsform ist der Dialog. Es finden Interaktionen unter den Teilnehmern statt. Definition Präsentation Bei einer Präsentation steht das Ergebnis fest. Die Präsentation dient ausschließlich dazu, den Beteiligten die Ergebnisse verständlich darzustellen und Begeisterung oder Überzeugung hervor zu rufen. Da das Ergebnis fix ist, ist es nicht notwendig, die Beteiligten einzubeziehen. Der Redner steht im Vordergrund. Mit ihm und seiner Präsenz steht und fällt der Vortrag. Die Kommunikationsform ist der Monolog. Interaktionen unter den Teilnehmern sind nur eingeschränkt möglich.

Struktur einer Moderation

Die Moderations – Methode findet in zwei Phasen statt. Die erste Phase dient dazu, Informationen, Ideen und Vorschläge ohne Bewertungen und ausufernde Diskussionen zu sammeln. In der zweiten Phase findet die Strukturierung und Diskussion zu den relevanten Punkten statt. Um beide Phasen zu erreichen, ist es erforderlich, diese mit einer gezielten Fragestellung zu beginnen.

Fazit

Eine Moderation bietet viele Vorteile, wenn Sie erkennen, ob die Methode zur Problemfindung geeignet ist. Alle Beteiligten werden eingebunden. Das vorhandene Wissen wird effizient eingesetzt und weitervermittelt. Hierarchien und alte Strukturen können aufgebrochen werden. Durch den Einsatz von Papiermedien und Karten müssen die Ideen auf Wesentliches konzentriert werden. Zugleich fördert das „aufs Papier“ bringen das Erlernen und Verinnerlichen bestimmter Abläufe und Themen. Gemeinsam entwickelte Ergebnisse und Ziele erreichen eine höhere Akzeptanz und Umsetzung. Der Input ist insgesamt höher. Vermeiden Sie es, fest stehende Ergebnisse in eine Moderation zwängen zu wollen, es funktioniert nicht. Man kann Dinge endlos diskutieren, ohne dass das Ergebnis besser werden würde. – Maß halten ist die Lösung.  

Kategorie: Präsentation & Rhetorik | 18.08.2015

Überzeugen durch Begeisterung und Sympathie

„Begeisterung ist gesund, aber ansteckender als jede Krankheit!“ „In dir muss brennen, was du in anderen entzünden willst“ (Augustinus).

Die eigene Begeisterung

  • ….hilft im Umgang mit anderen
  • …regt die Menschen zum Handeln an
  • …beeinflusst Menschen, ohne sie zu dominieren
  • …lenkt Gedanken und Gefühle in best. Richtungen
  • …ist ansteckend
  • …bringt andere dazu, Ihnen freiwillig zu helfen
  • …bringt Argumente zum Leuchten
  • …macht Sie anziehend
  • …macht Sie zu einem sympathischen Menschen mit Freude und Gestaltungskraft
  • …verleiht Ihnen Charme
Beobachten Sie, wie leicht sich Kinder begeistern lassen: Die Stimme überschlägt sich, die Augen funkeln, das Gesicht lacht und nichts anderes könnte in dem Moment interessieren. Wer unbeteiligt spricht, hat schon verloren! Wer engagiert, humorvoll und zu Herzen gehend spricht, wird gewinnen.
Begeistern Sie sich selbst, dann werden Sie auch andere begeistern!

Die Macht der Sympathie

“Man lernt nur von einem Menschen, den man liebt.“ (Goethe)
Menschen lassen sich nur dann beeinflussen bzw. überzeugen, wenn der Hörer bereit ist, etwas aufzunehmen, also aufmerksam ist. Bei Menschen, die man nicht mag, geht man auf Distanz, ist überkritisch, sucht nach Fehlern und glaubt so schnell erst mal nichts. Aggressionen und negative Gefühle verschließen und verhärten den Hörer. Mit Menschen, die man mag, verbringt man gerne Zeit, hört ihnen zu, übernimmt Argumente, folgt ihnen unbewusst.
  • Bauen Sie ein positives Verhältnis zu Ihrem Gegenüber auf, indem Sie:
  • sich für den Gegenüber interessieren
  • Ihrem Gegenüber Beachtung entgegen bringen
  • dessen Probleme lösen (wenn er/sie das möchte)
  • sich über Erfolge anderer freuen

Kategorie: Präsentation & Rhetorik | 07.08.2015

Buch-Tipp: Der Flipchart-Coach

Das Buch „Der Flipchart-Coach“ enthält hilfreiche Informationen für die Gestaltung von Flipcharts. Angefangen von der Wahl und dem Einsatz der richtigen Ausstattung geht es weiter mit grundsätzlichen Elementen der Gestaltung und deren sinnvoller Gesamtkomposition auf den Flipchartbögen bis hin zu handfesten Präsentationshinweisen. Durch Fotos, Praxisbeispiele, jede Menge Motivvorlagen und praxisnahe Tipps werden Hinweise vermittelt, mit denen auch scheinbar schwierige zeichnerische Herausforderungen gut zu bewältigen sind – auch von solchen Menschen, die meinen, sie könnten nicht zeichnen.
Flipchart-Coach

Die Autoren

Axel Rachow ist Sozialpädagoge und Erwachsenenbildner. Er arbeitet als selbständiger Trainer und Berater und ist geschäftsführender Gesellschafter einer Consulting-Firma. Unter anderem ist er einer der Trainer unserer Fachtrainer-Akademie. Johannes Sauer ist Visualisierungstrainer und war als Comedian und Zauberkünstler tätig.

Aufbau und Inhalt des Buches

„Der Flipchart-Coach“ teilt sich auf in vier Kapitel:

  1. Equipment
  2. Gestaltung
  3. Komposition
  4. Präsentation.

Das Kapitel Equipment beantwortet Material- bzw. Ausstattungsfragen in Bezug auf das Flipchart selbst, aber auch in Bezug auf das beste Papier sowie die geeigneten Stifte und Farben. Ebenfalls geht es um die Einsatzmöglichkeiten selbsthaftender Materialen. Außerdem geht es um den bestmöglichen Transport, die Lagerung und die Reparatur von Flipchartbögen. Die Autoren geben dabei nicht nur Hinweise auf Hilfsmittel aus dem Handel, sondern der Leser erhält auch Tipps, die sich schnell und kostengünstig selber herstellen lassen.

In Kapitel 2 Gestaltung geht es dann um die konkrete visuelle Gestaltung von Flipcharts. Los geht es mit Hinweisen zur optimalen Schrift, zum Einsatz von Farbe sowie der bestmöglichen Kombination von Schrift und Farbe. Für eher fortgeschrittene Anwender geht es danach noch um den Einsatz von Rahmen und Schatten sowie die Nutzung besonderer Effekte, wie Bewegung, Betonung einzelner Elemente oder die Gestaltung einfacher Figuren. Das Kapitel besticht durch leicht umsetzbare Ideen wie dem, eine geöffnete Schere als Zirkel zu nutzen, um Kreise zu zeichnen.

Das folgende Kapitel widmet sich der  Komposition und bietet Schritt-für-Schritt-Anleitungen, wie Flipcharts in ihrer Gesamtgestaltung harmonisch und professionell wirken. Dabei geht es um die Anordnung einzelner Elemente, die ausgewogene Nutzung freier und beschrifteter Flächen und auch um eine sinnvolle Strukturierung.

Im letzten Kapitel Präsentation beleuchten die Autoren die Prinzipien und Effekte, die für eine eindrucksvolle Darstellung notwendig sind. Dabei geht es vor allem um die Verbindung von Präsentator und Flipchart, ergänzende Effekte für zusätzliche Aufmerksamkeit und dann bis hin zu kleinen Zaubertricks für Ihre Präsentation. Die Tipps greifen dabei verschiedenste Aspekte auf. Neben der korrekten Ausrichtung des Flipcharts für den Präsentator geht es beispielsweise um Körpersprache und jede Menge kleine Tricks, die Ihre Präsentation erleichtern.

Am Ende des Buches findet sich eine Übersicht, die Motive, Charts und Ideen auf einen Blick darstellt und als Nachschlage-Index dient.

Fazit

In diesem Buch findet man, was der Titel verspricht. „Der Flipchart-Coach“ bietet Profi-Tipps zum Visualisieren und Präsentieren mit Flipcharts. Dabei lernen auch Fortgeschrittene sicher noch das eine oder andere dazu, denn das Buch bietet auch ihnen noch Neues. Der Inhalt präsentiert sich gut strukturiert und übersichtlich, viele Beispiele helfen dem Leser beim Verständnis. Dieses Buch macht Spaß und sollte im Bücherregal jedes Trainers und Präsentators seinen festen Platz haben!

Axel Rachow, Johannes Sauer: „Der Flipchart-Coach. Profi-Tipps zum Visualisieren und Präsentieren am Flipchart“

managerSeminare Verlags GmbH (Bonn) 2014

160 Seiten

ISBN 978-3-941965-94-2

D: 29,90 EUR, A: 30,80 EUR, CH: 40,90 sFr.

Kategorie: Moderation

Präsentation & Rhetorik | 30.03.2015

Besser präsentieren mit Powerpoint und Alternativen

Unter dem Titel „VW startet Großoffensive gegen Powerpoint-Exzesse“ schreibt die Zeitung die Welt diese Woche:

Zu oft geht es in Meetings um die Verpackung, zu selten um den Inhalt. So sieht das jedenfalls Volkswagen. Der Konzern geht gegen Powerpoint-Wildwuchs vor – und verkündet die Drei-Seiten-Regel.

Sind wir ehrlich, müssen wir wohl auch zugeben, dass Powerpoint-Präsentationen uns selten vom Hocker reißen. Zu viele Folien, falsch genutzt und immer im gleichen, langweiligen Design. Powerpoint macht es schwer, sich auf Inhalte zu konzentrieren, wenn man sich doch auch so schön auf die schicke Darstellung mit tollen Animationen stürzen kann. Dabei ist die umsetzung der „schicken Darstellung mit tollen Animationen“ meist langweilig und nicht selten werden die Folien nach dem Meeting noch als Handout ausgeteilt.

Powerpoint Alternativen

Doch es gibt neben Powerpoint noch andere Präsentationstools, mit denen Präsentationen schneller, einfacher und fesselnder gestaltet werden können. Eine davon, Prezi, habe ich hier schon einmal vorgestellt. Doch es gibt noch mehr Tools, die Schluss machen mit langweiligen Präsentationen aneinandergereihter Folien.

Die wohl umfassendste Übersicht über Alternativen zu Powerpoint bietet derzeit wohl t3n mit dem Artikel „PowerPoint-Alternativen: 10 Tools für fetzige Präsentationen„.

Besser präsentieren mit Powerpoint

Doch auch wenn man auf andere Tools als Powerpoint zurückgreift, heißt das nicht automatisch, dass die Inhalte deshalb gleich besser und weniger langweilig präsentiert werden. Storytelling heißt das Zauberwort gegen langweilige Präsentationen. Storytelling ist das Erzählen von Geschichten. Das wird vielleicht eher schwierig bei der Präsentation des Geschäftsberichtes, doch bei vielen anderen Themen erreicht man mit Storytelling mehr Aufmerksamkeit und Konzentration der Zuhörer.

Auch mit Powerpoint (und den anderen Präsentationstools) ist Storytelling möglich. Wie das geht, was es zu beachten gibt und jede Menge Tipps bietet der Artikel „Besser präsentieren: 10 Tipps zum Storytelling mit PowerPoint“ von PresentationLoad.

Und wann starten Sie den ersten Storytelling-Versuch mit Powerpoint?

 

Kategorie: Präsentation & Rhetorik

Sonstiges | 29.12.2014

andyamo-App Präsentorik – heute kostenlos

Heute ist es wieder so weit: In der Mittagspause haben Sie die einmalige Chance, die nächste Erweiterung der andyamo-App kostenlos zu erhalten.

Heute schalten wir für Sie die App-Erweiterung zum Thema Präsentorik im Wert von 8,99 Euro frei. Damit erhalten Sie folgende Inhalte:

  • Anlassbezogene Präsentationsstrategien
  • PowerPoint Tricks
  • Zeitpunkt für die wichtigsten Botschaften
  • Körpersprache
  • Umgang mit Präsentationstorpedos

andyamo-App-Erweiterung kostenlos erhalten

Um die Erweiterung kostenfrei zu erhalten, besuchen Sie einfach heute Mittag zwischen 12 und 13 Uhr unser Blog und tragen Sie sich in unseren Mailverteiler ein. Im Laufe der Woche erhalten Sie dann Ihren persönlichen Gutschein-Code per Mail zugeschickt.

Natürlich dürfen Sie gerne auch Ihren Freunden, Kollegen und Chefs Bescheid geben. Laden Sie sich schon jetzt die kostenfreie Basisversion unserer App herunter und freuen Sie sich auf Ihre Mittagspause, in der Sie die Erweiterung Präsentorik kostenfrei erhalten können. Der Countdown läuft!

Kategorie: Moderation

Präsentation & Rhetorik | 06.11.2014

Was tun wenn… die Gruppe nicht mitarbeitet?

Ihre Gruppe arbeitet nicht mit? Sie kennen das vielleicht, dann fallen Aussagen wie: „Das geht nicht!“ oder „Das kann/will ich nicht!“. Und nun? Wie kommen Sie aus dieser schwierigen Situation wieder raus?

Sie als Moderator sollten, wenn nötig, die Ursachen klären und dann sehr zügig mit der Gruppe nach Möglichkeiten einer konstruktiven Weiterarbeit suchen.

Das erreichen Sie durch gezieltes Nachfragen: „Was müsste passieren, damit es geht?“ oder „Was bräuchten Sie, um es zu tun?“ „Haben Sie einen alternativen Vorschlag zur Vorgehensweise?“. So können Blockaden aufgelöst und somit weitergearbeitet werden.

Viele Wege führen nach Rom. Daher sollten Sie nie ohne berechtigten Anlass die eigene Methodik in Frage stellen oder sich auf Methodendiskussionen mit den Teilnehmern einlassen. Was Sie tun können, wenn die Teilnehmer tatsächlich Kritik an Ihrer Methodik haben, lesen Sie im Beitrag „Was tun wenn… Ihre Vorgehensweise nicht funktioniert?

Haben Sie noch weitere Tipps, wie Sie mit „bockigen“ Teilnehmern umgehen können? Lassen Sie uns daran teilhaben…

Weitere Teile dieser Serie:

Kategorie: FachtrainerAkademie

Präsentation & Rhetorik | 27.10.2014

Minto-Prinzip für Präsentationen

Kennen Sie schon das Minto-Prinzip? Ich zeige Ihnen heute, wie Sie mit dem Minto-Prinzip Ihre nächste Präsentation oder Ihren Vortrag sinnvoll und schnell durchschaubar gliedern. Diesen Artikel werden Sie weiterempfehlen, wenn Sie das nächste Mal in einer langweiligen, schlecht-strukturierten, undurchschaubaren Powerpoint-Präsentation sitzen. „Normale“ Präsentationen sind meist so gegliedert, dass der Redner ein Argument an das nächste reiht und erst am Schluss erkennen Sie in seiner Schlussfolgerung, worauf er eigentlich hinaus wollte. So haben wir das in der Schule gelernt. Einleitung – Argument 1 – Argument 2 – Argument 3 – Schlussfolgerung – Schluss Für wissenschaftliche Arbeiten ist dieses sogenannte Trichterprinzip auch durchaus passend. Für Präsentationen und Vorträge verschenken Sie damit viel Zeit und Energie. Das Minto-Prinzip baut Vorträge nach dem Pyramidenprinzip auf. Einen ersten Eindruck vermittelt das Schaubild weiter oben. (Quelle: Pyramide vs Trichter – http://de.wikipedia.org/wiki/Pyramidales_Prinzip – CC BY-SA 3.0 – Rmlnmc – Eigenes Werk) Hier wird die Kernaussage an den Anfang gestellt und die dazugehörigen Argumente untermauern diese Kernaussage im folgenden Vortrag.

Vorteile des Minto-Prinzips

Der wohl wichtigeste Vorteil dieses Vorgehens: Nennen Sie die Kernaussage direkt zu Anfang, so können Ihre Zuhörer sämtliche Argumente, die Sie im weiteren Verlauf Ihres Vortrages anbringen, zu 100% mit dieser Kernaussage in Beziehung setzen.

Beispielaufbau einer Minto-Präsentation

Ihre nach dem Minto-Prinzip aufgebaute Präsentation könnte beispielsweise so aussehen: In Ihrer Einleitung stellen Sie die aktuelle Situation dar, erläutern, welche Änderung zur aktuellen Frage oder Problematik geführt hat und liefern Ihre Antwort bzw. Lösung. Diese unterfüttern Sie mit der ersten Begründung, die sich auf die Argumente 1 bis 3 stützt und mit Ihrer zweiten Begründung, aufgrund der Argumente 4 bis 6. Ihre Zuhörer können Ihre Begründungen und Ihre Argumente sofort passend mit Ihrer Antwort oder Lösung in Verbindung bringen und Sie sparen sich deutlich Zeit und Energie für weitere Erklärungen. Eine andere Strukturierung könnte so aussehen: In Ihrer Einleitung stellen Sie wieder die aktuelle Situation dar, erläutern, welche Änderung zur aktuellen Frage oder Problematik geführt hat und liefern eine Empfehlung aus Ihrer Sicht. Ihren weiteren Vortrag teilen Sie dann auf in das „Warum?“, welches mit mehreren Gründen dargestellt wird und das „Wie?“, in dem Sie mehrere Handlungsempfehlungen geben. Auch bei diesem Beispiel bewirkt das Vorgehen nach dem Minto-Prinzip, dass Ihre Zuhörer sofort wissen, worauf Sie mit Ihren Gründen und mit Ihren Tipps hinaus wollen und Sie sparen so wieder Zeit und Energie für umständliche Erklärungen.

Wichtig im Minto-Prinzip

Für Ihre Aufteilung der Unterpunkte gilt: Jede nächsthöhere Ebene ist die Zusammenfassung, sozusagen der Überbegriff der Ebene darunter. Beim vorangegangenen Beispiel ist also das „Warum?“ der Überbegriff für Ihre einzelnen Gründe. Außerdem ist jede Ebene in sich logisch geordnet und besteht nur aus Aussagen gleichen Typs, bauen Sie also nicht Ihre Handlungsempfehlungen bereits unter den Punkt „Warum?“ ein, denn dieser enthält lediglich die Gründe, keine Tipps. Viele Tipps und eine genaue und ausführliche Anleitung zum Minto-Prinzip finden Sie auch in „Das Prinzip der Pyramide“ von Barbara Minto. Verständlicherweise kann dieser Blog nur einen klitzekleinen Einblick in das Prinzip geben. Versuchen Sie sich doch einmal an diesem Gliederungsprinzip und teilen Sie uns Ihre Erfahrungen mit. Die Kommentare stehen Ihnen dazu offen.

Kategorie: Moderation

Präsentation & Rhetorik | 23.10.2014

Was tun wenn… Ihre Vorgehensweise nicht funktioniert?

In unserer Reihe zum Umgang mit schwierigen Situationen und Teilnehmern in Workshops und bei Moderationen, gibt es heute ganz schnell und schmerzfrei einen Kurz-Tipp:

Ihre Vorgehensweise funktioniert nicht

Natürlich versuchen Sie, Ihre Methodik bzw. Ihre Vorgehensweise dem Workshop oder der Veranstaltung anzupassen. Dennoch kann es sein, dass vor Ort dann Ihre geplante Vorgehensweise nicht funktioniert. In diesem Fall kommt es dazu, dass die Gruppe sich im Kreis dreht oder an einem Punkt festbeißt. Wie können Sie mit dieser schwierigen Situation umgehen?

Der Moderator sollte dieses Feststecken thematisieren und mit der Gruppe nach einer anderen, effektiveren Vorgehensweise suchen. Idealerweise kann er sofort selbst einen konkreten (methodischen) Vorschlag machen. Meistens bietet es sich in diesem Zusammenhang an, eine kurze Pause zu machen, um danach neu anzusetzen. Die Pause kann auch gut genutzt werden, um sich neu zu sortieren.

Weitere Teile dieser Serie:

Kategorie: Moderation

Präsentation & Rhetorik | 06.10.2014

Was tun wenn… Sie Vielredner bremsen müssen?

Sie leiten eine Veranstaltung beispielsweise als Moderator und es gibt da diesen einen in der Gruppe…

Er weiß zu allem etwas zu sagen. Auch wenn es eigentlich überhaupt nicht zum Thema passt. Versuchen Sie, ihn zu unterbrechen, vertröstet er die anderen, dass er gleich auf den Punkt kommt. Oftmals sind die Geschichten ja auch sehr unterhaltsam und haben ja doch auch irgendwas mit dem Thema zu tun. Die ganz harten Fälle ignorieren sogar den Versuch, sie zu unterbrechen und sprechen einfach weiter. Sie sitzen derweil auf heißen Kohlen, weil Ihnen die Zeit aus dem Ruder läuft. Die Gruppe wird unruhig und erwartet von Ihnen, dass sie eingreifen. Es hat fast die Anmutung einer „Geiselname“.

Kommt Ihnen dieses Szenario bekannt vor? Dann haben wir hier ein paar Interventionen auf verschiedenen Ebenen für Sie schnell und übersichtlich aufgelistet, mit Hilfe derer Sie diesen Vielredner bremsen können.

Was tun wenn… Vielredner die Gruppe dominieren?

Präventiv

  • Spielregeln einführen
  • Redezeit begrenzen

Methodisch

  • raus aus dem Plenum, rein in die Gruppenarbeit
  • lieber visualisiert arbeiten statt freie Diskussionen
  • Vernissage nutzen statt Präsentationen von Gruppenarbeiten
  • Vielredner mit Assistenz-Arbeiten beschäftigen, zum Beispiel schreiben lassen – Wichtig: genau darauf achten was er/sie da aufschreibt.

Sprachlich

  • „Fragen wir doch auch die anderen TN“
  • „Wie kann/soll ich’s für Sie aufschreiben
  • klar –> welchen weiteren Beitrag gibt es noch!?
  • Zusammenfassung machen und am Ende mit einer geschlossenen oder alternativen Frage den TN fragen, ob das so passt.

Körpersprachlich

  • Leicht vom Vielredner abwenden
  • Überwiegend Blickkontakt mit den anderen Teilnehmern aufnehmen
  • Unterbrechen: Handzeichen & Entschuldigung

Weitere Tipps zum Umgang mit Vielrednern finden Sie in unseren Artikeln „Serie Schwierige Gesprächspartner – Der Vielredner und Selbstdarsteller“ und „Troubleshooting bei Fragen während Präsentationen„.

Weitere Teile dieser Serie: