Kategorie: Moderation | 10.02.2016

Diskussionsrunden und Frageformen als Grundlagen der Moderation

Der Moderator, der Inhalte und Ergebnisse präsentiert und die Teilnehmer anleitet, fungiert gleichzeitig als Lehrer. Es ist nicht erforderlich, dass er selber über das Wissen verfügt, das Thema der Moderation ist. Zwingend ist die Neutralität zum Thema, eine unabhängige, vorbehaltlose Einstellung gegenüber den Teilnehmern und die unbedingte Fähigkeit, sich selber zurück zu nehmen.

Um die Moderation erfolgreich durchzuführen, stehen Ihnen viele Methoden und Hilfsmittel zur Verfügung.
Nicht jede Methodik ist für jede Gruppe und jedes Thema geeignet. Die Mittel müssen nach Zeit, Umfang, Teilnehmern und Ergebnis Anwendung finden.

Diskussionsformen

Diskussionen bei einer Moderation werden vorzugsweise in Runden geführt, bei denen sich die Teilnehmer gleichermaßen in die Augen sehen können. Störende Tische haben hier keinen Platz. Das Halbrund bietet sich als Form an. Lässt die Diskussionskultur der Teilnehmer eine freie, kaum geleitete Diskussion zu, greift der Moderator zur Ringdiskussion.

Besteht die Diskussionskultur in heftigen, ausufernden Auseinandersetzungen oder ist der Zeitdruck hoch, greift man auf die vom Moderator geführte Sterndiskussion zurück. Bei dieser Diskussionsform erteilt und entzieht der Moderator das Wort und fordert jeden Teilnehmer zur Beantwortung von Fragen auf.

Mit präzise gestellten, kurzen Fragen das gewünschte Ziel erreichen und die Antworten visualisieren

Durch gezielte Fragestellung leitet der Moderator die Teilnehmer an, sich am Problemlösungsprozess zu beteiligen. Die Fragen sollten kurz, knapp und präzise sein. Durch direkte Ansprache der Teilnehmer erlaubt der Moderator den Teilnehmern sich einzubringen und Position zu beziehen wenn es darauf ankommt. Wird eine Frage ungenau oder unverständlich gestellt, wird das gewünschte Ziel überhaupt nicht oder unzureichend erreicht. Die korrekt gestellte Frage gibt Impulse zur Lösungsfindung.

Unterschiedliche Fragestellungen lösen beim Teilnehmer unterschiedliche Reaktionen aus. Erwarten Sie eine Entscheidung der Teilnehmer, wird die geschlossene Frage, zu der die Fragen zu einer Abstimmung ebenfalls gehören gestellt. Geschlossene Fragen lassen nur kurze, positive oder negative Antworten zu.

Die offenen Fragen oder W- Fragen geben den Teilnehmern einen großen Spielraum, sich in die Diskussion oder die Datensammlung einzubringen. Offene Fragen legen Sachverhalte, Konsequenzen und Zusammenhänge frei. Sie bieten sich vor allen Dingen zum Sammeln der Daten an. Da der Moderator sich neutral zu Inhalten verhalten muss, können Inhaltsfragen an die Gruppe weitergeleitet werden.

Störer gibt es immer wieder. Da derjenige, der die Fragen stellt, die Veranstaltung führt, werden Sie sich nicht selten Teilnehmern ausgesetzt sehen, die versuchen, den Moderator zur Beantwortung von Fragen herauszufordern. Lassen Sie sich nicht auf dieses „Machtspiel“ ein. Stellen Sie eine Gegenfrage und versuchen Sie die Beweggründe des Teilnehmers zu der von ihm gestellten Frage herauszufinden.

Fazit

Fragen müssen präzise und knapp gestellt werden. Stellen Sie Fragen, die dem Ziel der Veranstaltung zu Gute kommen und verzetteln Sie sich nicht an unrelevanten Fragen, die vom eigentlichen Ziel ablenken. Werden Fragen bezüglich der Transparenz gestellt, beantworten Sie diese so kurz wie möglich. Beachten Sie den Zweck, den Sie mit einer Frage erreichen wollen und stellen die Frage entsprechend. Soll eine Entscheidung gefällt werden, über deren Folgen zuvor schon umfangreichend und ergiebig diskutiert wurde, stellen Sie die Frage als Entscheidungsfrage, die keine weiteren Diskussionen zulässt. Vermeiden Sie die Beantwortung von Inhaltsfragen und beantworten Sie keine Fragen, die die Teilnehmer an Ihrer Kompetenz zweifeln lässt.

 

Kategorie: Moderation | 03.02.2016

Visualisierung und weitere Moderationstools als Bestandteil einer Moderation

Es hat sich gezeigt, dass Lernen, Verstehen und die inhaltiche Aufnahme von Themen durch eine zusätzliche bildhafte Darstellung leichter im Gedächtnis bleiben. Zusammenhänge werden besser verstanden, die Mitarbeit kann durch verschiedene Visualisierungstechniken besser gesteuert werden, die Strukturierung von umfangreichen Themen gelingt leichter und Vielredner müssen sich auf das Wesentliche konzentrieren. Aus diesen Gründen sind Visualisierungen bei Moderationen ein wichtiges Mittel.

Visualisierungen erleichtern zudem die Nachbearbeitung. Erarbeitetes muss nicht mühsam in ein langes Protokoll eingearbeitet und weitergereicht werden. Ein Foto der Visualisierung ist ausreichend und lässt sich später als Anhang an das Protokoll an alle Teilnehmer weitergeben.

Wann ist eine Visualisierung ratsam?

Hohe Teilnehmerzahlen, viele erwartete Antworten und eine komplexe Fragestellung, die in mehreren Schritten beantwortet werden muss, sind wichtige Hinweise für die Visualisierung. Sind die Teilnehmer ungeübt und undiszipliniert oder wird die Diskussion durch wenige dominiert, kann eine Visualisierung Ordnung in die Gruppe bringen. Haben alle Antworten Relevanz und sollen nicht verloren gehen, greift man auf die Visualisierung zurück. Die Teilnehmer bekommen den Eindruck, eingebunden und wichtig zu sein, wenn ihre Gedanken in Schriftform sichtbar werden. Nicht zuletzt geht Ihnen durch die Dokumentation nichts verloren, da Sie diese später mit dem Abschlussbericht einreichen können. Dies zeugt von Ihrer persönlichen Professionalität.

Unterschiedliche Arbeitsweisen zur Erarbeitung von Themen, dem Strukturieren und dem Maßnahmeplan

Abhängig von der Gruppenstruktur und der Mitarbeit innerhalb einer Gruppe bieten sich unterschiedliche Methoden an, ein Thema zu bearbeiten. Die Einzelarbeit gibt stillen Teilnehmern die Chance, sich Gedanken über das Arbeitsgebiet zu machen und die Gedanken in Worte zu fassen. Die soziale Interaktion gehen dabei verloren.

Gruppenarbeiten fördern die soziale Interaktion und Kommunikation unter den Teilnehmern. Mit den Antworten und Lösungsvorschlägen ist in der Regel die komplette, bearbeitende Gruppe konform. Viele Gedankengänge können auf einmal präsentiert werden.

Ergebnisse präsentieren

Bevor die Gruppen- oder Einzelarbeit startet, sollten Sie die Möglichkeit nutzen, Teilnehmer über die Arbeitsmaterialien und die Vorgehensweise bei der anschließenden Präsentation zu informieren. Präsentationen sollten einen Zeitraum von fünf Minuten nicht überschreiten. Diese Tatsache muss den Teilnehmern bewusst sein.

Falls eine Kartennutzung noch nicht eingeführt wurde, sollte das spätestens jetzt geschehen. Karten und ihre unterschiedlichen Aussageformen helfen dabei, die Zeiten einzuhalten, Wichtiges herauszufiltern, Übereinstimmungen zu finden und Diskussionen und Fragen während einer Präsentation zu vermeiden.
Teilnehmer sind stolz auf ihre Arbeit und identifizieren sich damit. Geben Sie ihnen durch Abdecken der Ergebnisse, die noch nicht gezeigt wurden, die Möglichkeit, ihre eigene Arbeit zu präsentieren.

Eine besondere Art der Präsentation ist die Vernissage. Die Pinnwände sind wie in einer Ausstellung für jeden Teilnehmer wahrnehmbar. Über die Verweildauer bei einzelnen Themengruppen entscheidet der Teilnehmer selber.

Geht es darum, einen Maßnahmeplan zu entwickeln, bieten sich Arbeitsgruppen besonders an. Jeder kann seine Meinung äußern und trägt dazu bei, dass die Maßnahmen und Ergebnisse in einem weiteren Schritt formuliert und visualisiert werden können. Das Interesse, eine Maßnahme umzusetzen, ist höher wenn man an der Planung dieser Maßnahme beteiligt war.

 

Kategorie: Moderation | 20.01.2016

Von der Planungsphase bis zur Nachbereitung – Checklisten als Hilfsmittel

Als „frischer “ Trainer und Moderator weiß jeder Checklisten zu schätzen. Sie geben einen Überblick über das, was noch zu erledigen ist, was zu beachten ist und was am Ende der Veranstaltung erreicht wurde. „Alte Hasen“ sollten ebenfalls die Gelegenheit ergreifen, sich ihre Arbeit mit Hilfe der Checklisten anzuschauen. Routine bringt es mit sich, dass man wichtige Dinge übersieht. Passiert dieses während der Moderationsphase, könnte die Professionalität angezweifelt werden. Nutzen Sie die Checklisten ausgiebig.

Vorbereitung und Planung

Rahmenbedingungen geben Auskunft über die Themen, notwendige Vorinformationen, Zeit, Ort und Teilnehmerzahl. Ihre persönlichen Ziele, der Zweck und die eigene Rollenerklärung können Sie vor der Moderation für sich selber verdeutlichen. Sind Sie zu stark ins Thema involviert und könnten nicht neutral bleiben, ist die Moderation Ihrerseits nicht passend, achten Sie darauf und erkennen Sie, wann Sie eine Moderation nicht übernehmen sollten.

Um die eine gelungene Moderation durchführen zu können, müssen Sie die Teilnehmer, ihre Intentionen, Hierarchien und Entscheidungsträger beachten. Was können Teilnehmer in Vorarbeit zu einer gelungenen Moderation beitragen? Wie sollen sie sich beteiligen? Wird eine hohe Teilnehmerzahl erwartet, macht es Sinn, einen Co – Moderator einzuschalten, damit die Gesamtübersicht nicht verloren geht. Welche Materialen und Tools wollen und können Sie einsetzen? Haben Sie bedacht, dass im Bedarfsfall auf andere Techniken ausgewichen werden muss?

Vor der Moderation

Prüfen Sie, ob ausreichend Material vorhanden ist. Informationen, die an die Teilnehmer ausgegeben werden sollen, müssen in ausreichendem Maß vorhanden sein. Bereiten Sie den Chart mit den Spielregeln und dem Ablaufplan vor. Das formulierte Ziel sollte für alle Teilnehmer sichtbar sein. Funktioniert die einzusetzende Technik einwandfrei? Eine Protokollführung ist zwingend. Wer erledigt diese?
Wenn ein Co – Moderator eingesetzt ist, klären Sie die Rollen untereinander genau, damit es nicht zu Konflikten zwischen den Moderatoren kommt. Diese Konflikte lassen Sie unprofessionell erscheinen.

Nach der Moderation

Fotoprotokolle und Verlaufsprotokolle sollten an alle Teilnehmer weitergeleitet werden. Ist dies am Ende des Workshops nicht möglich, geben Sie diese Informationen zeitnah an die Teilnehmer weiter. Müssen vorhandene Arbeitsmaterialien ersetzt werden, erledigen Sie dies direkt, sonst kommt es bei der nächsten Veranstaltung zu einem bösen Erwachen. Nehmen Sie sich am Ende die Zeit, sich selber ehrlich zu beurteilen. Wurde das Ziel erreicht und alle ausreichend beteiligt? Haben Sie Ihre eigenen Vorgaben und die Zeit einhalten können? Können Sie die nächsten Workshops verbessern?

Fazit

Checklisten scheinen viel Arbeit zu erfordern. Das Gegenteil ist der Fall. Bei der Arbeit mit Checklisten können Sie einem roten Faden folgen und haben den gesamten Ablauf im Blick. Das Risiko von Störungen auf Grund von organisatorischen Fehlern wird minimiert. Der Eindruck von Professionalität steigt.

 

Kategorie: Moderation | 13.01.2016

Die fünf Säulen der Moderation im Bezug zu den Moderationsphasen

Betrachtet man die fünf Säulen der Moderation – Beschleunigen, Abbremsen, Einbinden/Integrieren, Fokussieren/Zusammenfassen und Transparenz herstellen – genauer, wird man feststellen, dass diese entweder zu gleichen Teilen in den einzelnen Moderationsphasen eingesetzt werden müssen oder für bestimmte Phasen der Moderation erforderlich sind.

Die grundsätzliche Vorbereitungsphase der Moderation erarbeiten Sie am einfachsten und umfangreichsten mit Hilfe von Checklisten. Anhand dieser Checklisten verlieren Sie nicht den Überblick und die Nachbearbeitung kann besser kontrolliert werden.

Herstellung der Arbeitsfähigkeit

Die Herstellung der Arbeitsfähigkeit gliedert sich in die Warm-up-Phase und die Transparenzphase.

Die Warm-up-Phase dient dem Kennenlernen und Auflockern der Teilnehmer. Dinge, die nicht zum Thema gehören, können vorab untereinander besprochen werden. Teilnehmer, die sich nicht kennen, bekommen die Gelegenheit, ihr Gegenüber einzuschätzen. Es ist wichtig, den Teilnehmern diese Möglichkeit des ungezwungenen Miteinanders zu geben, da hierbei Barrieren vermindert werden können, die eine gute Zusammenarbeit stören. Das Warm-up wird vom Moderator nicht gesteuert. Ein Eingreifen ist weder erwünscht noch förderlich. Das Warm-up dient dem lockeren Small Talk in entspannter Atmosphäre.

In der Transparenzphase ist der Moderator gefordert. Er stellt die Spielregeln auf und erklärt den Ablauf der Veranstaltung. Unklarheiten zum Thema oder zum Sinn der Moderation können beseitigt werden. Die Aufgaben der Teilnehmer und des Moderators werden klar umrissen. Der Moderator macht deutlich, dass er im Hintergrund bleibt und dass die Ergebnisse und das Ziel von den Teilnehmern erarbeitet werden.

In dieser Phase kann ein guter Moderator Stimmungen erkennen und gegebenenfalls durch kleine Ablaufänderungen reagieren. Findet die Moderation zum Beispiel auf Grund von internen Streitigkeiten unter Kollegen statt, kommt man nicht selten in die Situation einer Lagerbildung. War eigentlich eine Kleingruppenarbeit geplant und merkt man, dass diese Arbeitsweise die beiden Lager noch weiter auseinanderbringen würde, hat der Moderator direkt zu Beginn der Veranstaltung die Möglichkeit, die Vorgehensweise zu ändern.

Daten sammeln

Die Datensammlung untergliedert sich in zwei Kategorien. In der ersten Phase bereitet der Moderator die Teilnehmer durch eine kleine Präsentation, ein Bild oder eine Mini-Diskussion auf das Thema vor. Das Ganze sollte eine Dauer von zehn Minuten nicht überschreiten. In dieser Zeit werden alle fünf Säulen vom Moderator abgefragt. Gespräche müssen in Gang gebracht werden, Vielredner sollten gestoppt werden, ruhige Teilnehmer müssen eingebunden werden und die Ergebnisse der Datensammlung wollen visualisiert werden. Die Transparenz wird durch eine gelungene Themendarstellung erreicht und der Moderator schätzt die Stimmung genauer ein.

Strukturieren, Verwerten, Konkretisieren

Durch gezielte Fragen leitet der Moderator die Teilnehmer dazu an, die gesammelten Daten zu strukturieren. Prioritäten können erkannt werden. Aussagen sollen präzisiert werden. Der Moderator ist erneut auf die fünf Säulen in ihrer Gänze angewiesen. Die Fragestellung eines geübten Moderators soll die Teilnehmer näher an ihr Ziel bringen. Die Ergebnisse werden gesichert und können den Teilnehmern zur Verfügung gestellt werden.

Cool-down

Der Cool-down dient dazu, die Veranstaltung Revue passieren zu lassen. Wurden alle Erwartungen erfüllt? Konnten Unklarkeiten beseitigt werden? Besteht Bedarf nach weiteren Moderationen? Auseinandersetzungen, die während der Veranstaltungen entstanden sind, kann man nun aus dem Weg räumen oder so klären, dass ein vernünftiges Miteinander weiterhin möglich ist.

 

Kategorie: Moderation

Präsentation & Rhetorik | 05.01.2016

Moderation oder Präsentation – Die Wahl des richtigen Mittels

Wird in Betracht gezogen, Ergebnisse mittels der Moderations – Methode zu erreichen, müssen im Vorfeld bestimmte Faktoren mit der gewählten Methodik übereinstimmen. Die Struktur der Moderations – Methode, Ziele, Ergebnisse, Abläufe, Zeit und nicht zuletzt die Rolle des Moderators, der sich bei der Moderation im Hintergrund hält, liefern wichtige Entscheidungshilfen. Sollen die Beteiligten in den Prozess einbezogen werden, um mit ihrem Wissen und ihren Erfahrungen Lösungsansätze zu bieten oder sollen sie über fest stehende Ergebnisse informiert werden? Ist der Ablauf flexibel oder in der Gänze durchgeplant und unverrückbar? Welche Zeit steht zur Verfügung? Moderationen können abhängig vom Aufwand und den eingesetzten Mitteln zwischen zehn Minuten und mehreren Tagen dauern. Bei einer Präsentation schwindet die Aufnahmefähigkeit in der Regel nach zwanzig bis dreißig Minuten. Eignet sich die gegebene Fragestellung zur Wiedergabe mittels Papiermedien, Flipchart und Pinnwand? Diese Medien werden hauptsächlich bei Moderationen eingesetzt. Beachten Sie all diese Kleinigkeiten und treffen Sie anschließend die Entscheidung pro oder kontra Moderation.

Moderation oder Präsentation?

Definition Moderation Eine Moderation kann immer dann eingesetzt werden, wenn es das Ziel ist, alle Beteiligten zum Erreichen des Ergebnisses, das nicht feststeht, einzubeziehen. Die Moderation ist ein geplanter Prozess, der den notwendigen Abläufen angepasst werden kann. Der Moderator gibt Initialzündungen um den Prozess zu fördern, steht ansonsten im Hintergrund. Die Kommunikationsform ist der Dialog. Es finden Interaktionen unter den Teilnehmern statt. Definition Präsentation Bei einer Präsentation steht das Ergebnis fest. Die Präsentation dient ausschließlich dazu, den Beteiligten die Ergebnisse verständlich darzustellen und Begeisterung oder Überzeugung hervor zu rufen. Da das Ergebnis fix ist, ist es nicht notwendig, die Beteiligten einzubeziehen. Der Redner steht im Vordergrund. Mit ihm und seiner Präsenz steht und fällt der Vortrag. Die Kommunikationsform ist der Monolog. Interaktionen unter den Teilnehmern sind nur eingeschränkt möglich.

Struktur einer Moderation

Die Moderations – Methode findet in zwei Phasen statt. Die erste Phase dient dazu, Informationen, Ideen und Vorschläge ohne Bewertungen und ausufernde Diskussionen zu sammeln. In der zweiten Phase findet die Strukturierung und Diskussion zu den relevanten Punkten statt. Um beide Phasen zu erreichen, ist es erforderlich, diese mit einer gezielten Fragestellung zu beginnen.

Fazit

Eine Moderation bietet viele Vorteile, wenn Sie erkennen, ob die Methode zur Problemfindung geeignet ist. Alle Beteiligten werden eingebunden. Das vorhandene Wissen wird effizient eingesetzt und weitervermittelt. Hierarchien und alte Strukturen können aufgebrochen werden. Durch den Einsatz von Papiermedien und Karten müssen die Ideen auf Wesentliches konzentriert werden. Zugleich fördert das „aufs Papier“ bringen das Erlernen und Verinnerlichen bestimmter Abläufe und Themen. Gemeinsam entwickelte Ergebnisse und Ziele erreichen eine höhere Akzeptanz und Umsetzung. Der Input ist insgesamt höher. Vermeiden Sie es, fest stehende Ergebnisse in eine Moderation zwängen zu wollen, es funktioniert nicht. Man kann Dinge endlos diskutieren, ohne dass das Ergebnis besser werden würde. – Maß halten ist die Lösung.  

Kategorie: Moderation | 18.12.2015

Moderation als Element eines Fachtrainings

Worauf muss der Moderator achten und welche Themengebiete sind für ein moderiertes Fachtraining geeignet?

Die Moderation – Eine Definition

Bei der Moderation soll Teilnehmern die Möglichkeit geboten werden, ihr Fachwissen und ihre persönlichen Erfahrungen zur Erreichung eines bestimmten Zieles zusammen zu tragen. Das Endergebnis sollte von allen als verbindliche Zielsetzung betrachtet werden.
Die Teilnehmer der Moderation werden dabei von dem Moderator so angeleitet, dass die Diskussion und Lösung sich um das gewünschte Themengebiet handelt und nicht in unergiebige Nebenschauplätze abgleitet.

Die Aufgabe des Moderators

Die Aufgabe des Moderators während einer Moderation besteht darin, die Leitung der Gruppe zu übernehmen, ohne sich in den inhaltlichen Problemfindungsprozess einzumischen.
Er sollte in der Lage sein zu erkennen, wann er die Kontrolle übernehmen muss, um die Gruppe in den themenbezogenen Meinungsbildungsprozess zurückzuführen.
Der Moderator darf sich nicht dazu verleiten lassen in die inhaltlichen Aspekte des Themas einzugreifen. Ein gewisses Maß an Selbstbeherrschung ist für den Moderator unumgänglich.

Zu welchen Themenbereichen ist eine Moderation sinnvoll?

Da eines der Ziele einer Moderation darin besteht, die Teilnehmer zu einer eigenen Meinungsbildung und eigenverantwortlicher Problemlösung und Umsetzung anzuleiten, eignen sich unzählige Arbeitsgebiete und Themengebiete zu einem Training durch die Moderation.
Entscheidend ist dabei ist nicht das Thema, sondern die Frage, ob eigenständige Problemlösungen und Lernerfolge der Teilnehmer gewünscht sind.
Hier einige Beispiele:

Mitarbeiterschulung, Konfliktlösungen und Problemlösungen

Moderiert man eine Mitarbeiterschulung, sind die Mitarbeiter selber in der Lage ihre Defizite und Wünsche bezüglich ihrer Wissenslücken zu äußern.
Eine Mitarbeiterschulung ermöglicht bedarfsgerechte Weiterbildung und motiviert die Mitarbeiter an der erforderlichen Schließung bestimmter Wissenslücken aktiv teilzunehmen.
Dasselbe gilt für die Lösung von Konflikten und Problemlösungen innerhalb einer Gruppe. Wenn die Teilnehmer sich über ihre Konflikte und Probleme zu bestimmten Themen oder gegenüber bestimmten Situationen bewusst werden, tragen sie sinnvoller zu einer Beseitigung dieser Konflikte bei. Sie erarbeiten sich ihre Ziele eigenständig und sind eher bereit, zur Lösung beizutragen und diese umzusetzen. Der Betriebsfrieden wird schneller erreicht, wenn die Mitarbeiter erkennen, dass sie entscheiden können, wie die Konfliktsituation entschärft werden kann.
Andere Probleme werden gemeinsam gelöst und der Mitarbeiter erkennt, dass sein Fachwissen zur Problemlösung beigetragen hat.

Informationswesen, Marketing und Kommunikation

Informationen sind wichtig. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um Informationen innerbetrieblicher Art handelt oder ob Informationen zur Umsatzsteigerung genutzt werden sollen.
Die Moderation zum Thema Informationen gibt Aufschluss darüber, zu welchen Themen zu wenig Informationen vorhanden sind und in welchem Umfang Informationen erforderlich oder gewünscht sind.
Ein Produktionsmitarbeiter interessiert sich in der Regel kaum für die Marktpreise oder das Marketing von bestimmten Produkten. Ob der Betrieb ausgebaut werden soll oder welche Maschinen angeschafft werden sollen interessiert diesen Mitarbeiter eher.
Mit Hilfe der Moderation kann das Informationsbedürfnis und der Umfang der gewünschten Informationen sichtbar gemacht werden.
Informationen können auf diese Weise gezielt an Fachbereiche und Mitarbeiter weitergeleitet werden.

Die Notwendigkeit von Besprechungen, Seminaren und Tagungen wird durch eine Moderation ebenfalls sichtbar.
Moderierte Besprechungen bieten den Teilnehmern die Möglichkeit, dass erforderliche Wissen schnörkellos zu erhalten.

Fazit

Ein guter Moderator ist in der Lage, das Abschweifen zu unwesentlichen Aspekten und Diskussionsthemen zu unterbrechen. Durch die Moderation erhält man ein Hilfsmittel, sich auf Kernpunkte zu besinnen. Informationen und Lösungen werden auf das Wichtige beschränkt. Das angestrebte und beschlossene Ziel wird von allen Teilnehmern unterstützt und zum Abschluss gebracht.

Kategorie: Moderation | 25.08.2015

Moderationsschrift – per Hand und für den Computer

Eine Moderationsschrift sollte einigen Ansprüchen gerecht werden. Wenn man diese kennt, kann man das Üben und die Schrift natürlich auch prima zur Verbesserung von Flipcharts und bei Präsentationen einsetzen.

5 Tipps zur Moderationsschrift

Moderationsschrift

  1. Mit der ganzen Kante schreiben
  2. Auf die Aufteilung mit Ober- und unterlängen achten
  3. Eng aneinander schreiben
  4. Schnörkellos schreiben
  5. Groß- und Kleinbuchstaben nutzen

Wer eine Moderationsschrift üben möchte, dem hilft vielleicht dieses ehemals von Neuland entwickelte Übungsheft dabei. Natürlich gibt es nicht DIE eine Schrift zur Moderation. An dieser kann man sich aber orientieren und in einer Mischung mit der eigenen Handschrift eine ganz eigene Schrift entstehen lassen. Diese sollte aber immer gut lesbar sein und den obigen Anforderungen genügen.

Moderationsschrift für den Computer

Praktischerweise gibt es auch eine Moderationsschrift für den Computer. Den Neuland-Font kann man sich kostenfrei herunterladen und für Präsentationen, Fotoprotokolle und vorbereitete Karten und ähnliches nutzen.

 

Kategorie: Moderation | 23.06.2015

Buch-Tipp: ModerationsMethode – Das Standardwerk

Dieses Buch heißt nicht nur so, sondern es ist auch DAS GRUNDLAGENWERK zum Thema Moderation.

ModerationsMethodeModerationsMethode – Karin Klebert/Einhard Schrader/Walter Straub

Von Praktikern für Praktiker geschrieben mit vielen Beispielen und nützlichen Tipps. Der Nachfolger des Buches heißt „Kurzmoderation“ und ist ebenfalls von den drei Autoren. Das didaktische Konzept der ModerationsMethode dient der erfolgreichen Gestaltung von Meinungs- und Willensbildungsprozessen in Arbeitsgruppen und Teams. Ihre Basis bilden Techniken der Visualisierung sowie verschiedene Methoden der Gruppendynamik. Die Ziele der ModerationsMethode sind
  • gemeinsame Lösung von Problemen in Teams
  • Förderung der Zusammenarbeit
  • Verbesserung der Kommunikation untereinander
  • Betroffene werden Beteiligte
Die Autoren dieses Buches sind gleichzeitig die Entwickler der ModerationsMethode. Sie beschreiben in diesem Standardwerk die Grundlagen und Einsatzmöglichkeiten sowie die methodische Ebene und die Erlebnissphäre. Das gesamte Buch ist als Seminar konzipiert und führt so durch alle Einzelschritte einer Moderation. Dabei geht es auf Workshops und klassische Seminare ebenso ein wie auf Informationsmärkte und Kleingruppenarbeiten. Der erste Teil beschreibt den Ablauf einer typischen Moderationsveranstaltung beschrieben. Sie lernen, was „Moderation“ heißt, entwickeln ein Gespür für die jeweiligen Situationen und gewinnen ein Grundverständnis der ModerationsMethode. Der zweite Teil ist Ihr Werkzeugkasten für die Gestaltung von Moderationsprozessen. Darin erfahren Sie alle Techniken, die große Vielfalt der Einsatzmöglichkeiten und erhalten methodische Sicherheit. Die ModerationsMethode gehört heute zu den Grundfertigkeiten eines Trainers oder Seminarleiters ebenso wie einer Führungskraft. Jeder, der Arbeits- oder Projektgruppen leitet oder einfach mit Kollegen erfolgreich etwas bewegen möchte, wird mit diesem Handbuch ergebnisorientierte Zusammenarbeit fördern.

Kategorie: Moderation | 28.05.2015

Andreas Straub beim Neuland Moderations-Markt 2015

Auch in diesem Jahr war unser Trainer Andreas Straub wieder mit einem Vortrag als Gast beim Neuland Moderations-Markt vertreten. Zu seinem Workshop mit dem Titel „Troublesshooting – Umgang mit schwierigen Seminar- und WS-Situationen“ haben wir einige Impressionen für Sie zusammengestellt. Wir wünschen viel Spaß beim Anschauen. Alle Fotos mit freundlicher Genehmigung von Neuland. (ths/Photo by: E.T.STUDHALTER / NEULAND AG) NOTTWIL/LU, 08. MAI 2015 - NEULAND - FUER LEBENDIGES LERNEN: 11. MODERATIONSMARKT 2015: 11. Moderationsmarkt 2015 der Neuland AG im Seminarhotel Sempachersee Nottwil/LU. Neuland ist nicht ohne Grund die Nummer 1 fuer Produkte und Schulungen rund um die Moderationsmethode: Neuland befasst sich seit mehr als 12 Jahren mit der Welt der Moderation. ths/Photo by: E.T.STUDHALTER / NEULAND AG *** Local Caption *** NOTTWIL/LU, 08. MAI 2015 - NEULAND - FUER LEBENDIGES LERNEN: 11. MODERATIONSMARKT 2015: 11. Moderationsmarkt 2015 der Neuland AG im Seminarhotel Sempachersee Nottwil/LU. Neuland ist nicht ohne Grund die Nummer 1 fuer Produkte und Schulungen rund um die Moderationsmethode: Neuland befasst sich seit mehr als 12 Jahren mit der Welt der Moderation. ths/Photo by: E.T.STUDHALTER / NEULAND AG *** Local Caption *** NOTTWIL/LU, 08. MAI 2015 - NEULAND - FUER LEBENDIGES LERNEN: 11. MODERATIONSMARKT 2015: 11. Moderationsmarkt 2015 der Neuland AG im Seminarhotel Sempachersee Nottwil/LU. Neuland ist nicht ohne Grund die Nummer 1 fuer Produkte und Schulungen rund um die Moderationsmethode: Neuland befasst sich seit mehr als 12 Jahren mit der Welt der Moderation. ths/Photo by: E.T.STUDHALTER / NEULAND AG *** Local Caption ***

Kategorie: FachtrainerAkademie

Gesprächsführung & Verhandeln

Moderation | 11.05.2015

Video-Workshop Sketchnotes für Einsteiger

Sketchnotes kennen Sie schon. Oder?
Sketchnotes sind ein kreativer Weg, Notizen zu Vorträgen und Gesprächen zu machen. Dabei werden die Inhalte mit Hilfe grafischer Elemente notiert anstelle von lediglich schriftlichen Notizen. So werden sie besser verinnerlicht, weil beide Gehirnhälften angesprochen werden. Auch für die Moderation von Veranstaltungen können Sketchnotes – oder dann eher das sog. Graphic Recording – eine tolle Ergänzung sein.

Einstieg in Sketchnotes

Wer Interesse hat, in das Sketchnoting einzusteigen, dem sei das „Sketchnote Handbuch“ von Mike Rohde sowie das dazugehörige Arbeitsbuch ans Herz gelegt. Dort gibt es auch ein paar Informationen zu den Hintergründen, warum Sketchnoting so toll ist und was man an Material benötigt. Auch wie eine Sketchnote im Laufe eines Vortrags entsteht, wird dort sehr schön und übersichtlich gezeigt – natürlich in Form von Sketchnotes und mit wenig Text.

Video-Workshop Sketchnotes für Einsteiger

Auf der diesjährigen re-publica gab es zum wiederholten Mal einen Workshop unter dem Titel „Sketchnotes für Einsteiger“. In einem knapp einstündigen Workshop zeigten darin Annalena Schiller, Britta Ullrich und Ralf Appelt mit sehr viel Spaß für die Teilnehmer, wie auch ein Nicht-Künstler mit einfachsten Strichen und Formen tolle Sketchnotes anfertigen kann. Neben dem „ABC des visuellen Denkens“ bestehend aus Vierecken, Dreiecken, Kreisen, Strichen und Punkten gab es Ideen zur Schrift und viele Tipps zu kleinen Zeichnungen von Menschen und Emotionen oder auch anderen Kleinigkeiten, die sich dank des Alphabets einfach gestalten lassen.

Der Workshop wurde aufgezeichnet und so haben Sie nun die Möglichkeit, ihn jederzeit nachzuschauen:

Wer jetzt noch nicht genug hat, dem sie der letztjährige Vortrag der Drei auf der re-publica ans Herz gelegt, den es ebenfalls als Aufzeichnung zum Nachschauen gibt: