Kategorie: Gesprächsführung & Verhandeln | 23.03.2016

Das 4-Ohren-Modell in einem einfachen Video erklärt

Das 4-Ohren-Modell – auch bekannt als Vier-Seiten-Modell oder auch Nachrichtenquadrat oder Kommunikationsquadrat – haben wir Ihnen bereits in unserem Beitrag „Das 4-Ohren-Modell – kurz erklärt„. Um das Modell noch besser zu verstehen, habe ich heute ein Video für Sie mit sehr einfach nachvollziehbaren Beispielen und sehr einfachen Erklärungen. Schauen Sie selbst…

Das 4-Ohren-Modell Video

Der 4-Ohren-Modell Test

Jeder von uns hat ein Ohr, mit dem er oder sie vornehmlich hört. Sie wollen wissen, welche Ebene bzw. welches Ohr bei Ihnen besonders stark ausgebildet ist? Machen Sie den kostenlosen 4-Ohren-Modell-Test jetzt online und verbessern Sie so Ihr Kommunikationsverhalten…

 

Kategorie: Gesprächsführung & Verhandeln | 06.07.2015

Die 5 Grundprinzipien für erfolgreiche Gesprächsführung

Die Basis eines überzeugenden Dialoges ist eine intakte Beziehungsebene. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, gute Beziehungen aufzubauen sowie Hindernisse anzusprechen und aus dem Weg zu räumen. So gesehen bedeutet Dialog: miteinander reden, einander zuhören und verstehen, bewusst gestaltet oder zufällig, ziel- und beziehungsorientiert. Üben Sie, den richtigen Mix aus persönlichem Kontakt und Ihrer Ergebnisorientierung im Gespräch zu treffen. Es geht darum, die Chancen des Dialogs zu nutzen. Folgende Punkte sind dabei besonders wichtig:

  • Wie beginne ich den Dialog/das Gespräch und was kläre ich am Anfang, damit es später keine Irritationen gibt?
  • Wie steige ich ein – und wie aus?
  • Üben von kommunikativen Basiskompetenzen, z.B. Fragen stellen und Zuhören, strukturieren und Lösungen finden, Stellung beziehen.
  • Ziele transparent machen und verbindliche Absprachen treffen.
  • Beziehungsstörungen thematisieren und sachliche Unklarheiten ansprechen.
  • Umgang mit unterschiedlichen Meinungen und Ansichten.

Dialogische Gesprächsführung bejaht die Verantwortung, ein Gespräch zu leiten – ohne die auf Verstehen und Verständigung zielenden Prinzipien des Dialogs zu negieren. Partnerschaftliche Gesprächsführung schafft Räume für Vertrauen, Verständigung und Kooperation.

Bei einem ersten Gesprächskontakt macht die nonverbale Kommunikation rund 50 Prozent des Erfolges aus. Über Körperhaltung, Mimik und Blickkontakt vermitteln sich ebenso Botschaften wie über den Inhalt. Und nur wenn Sprache und Körpersprache zusammenpassen, wirkt man authentisch und glaubwürdig.

Darüber hinaus hat sich herausgestellt, dass mit einer kooperativen Gesprächsführung bessere Ergebnisse erzielt werden als mit dem „klassischen harten Verhandeln“. Wenn Ihnen nicht nur Ihre eigenen Interessen und Motive wichtig sind, sondern auch die Ihres Gesprächspartners, kommt es zu besseren Gesprächen, die weniger durch zwischenmenschliche Konflikte behindert werden. Viele der Erkenntnisse aus dem „Harvard Negotiation Projekt“ weisen in diese Richtung.

Die 5 Grundprinzipien für erfolgreiche Gesprächsführung

Zielklarheit im Gespräch

Wissen wohin – und warum

Unterstützend neben verschiedenen Gesprächstechniken und Methoden ist eine gründliche Vorbereitung auf Ihre Gespräche notwendig. Dazu gehört, sich über die eigenen Ziele, aber auch die des Gegenübers Gedanken zu machen und die eigenen Ziele anhand der SMART- Kriterien zu formulieren.

Um Gespräche von den Zielen her nicht zu überfrachten, überlegen Sie sich, was Ihnen im Moment am wichtigsten ist. Bedenken Sie bei Ihrer Vorbereitung und Zielformulierung auch, was Sie auf jeden Fall vermeiden wollen.

Beantworten Sie sich vor einem Gespräch folgende Fragen:

  • Was ist mein Ziel in diesem Gespräch?
  • Was muss ich im Gespräch auf jeden Fall erreichen/vermeiden?
  • Aus welchen Gründen will ich dieses Ziel erreichen?
  • Welchen Nutzen hat mein Gesprächspartner von dem Ziel?
  • Woran erkenne ich, dass ich/wir das Ziel erreicht haben?

Trennung von Sach- und Beziehungsebene

Sowohl die sachliche als auch die persönliche Ebene sind wichtig für ein gutes Gesprächsergebnis. Wichtig ist es dennoch, die beiden Ebenen klar zu trennen. Ein unterfränkisches Sprichwort sagt hierzu: „Geschäft ist Geschäft und Schnaps ist Schnaps“. Hilfreich ist hier eine partnerschaftliche Einstellung und Haltung, die auf der gleichen Augenhöhe basiert. „Ich OK – Du OK

Konzentration auf Interessen und Motive

Hinterfragen Sie Statements und „klare harte“ Positionen und Aussagen. Konzentrieren Sie sich auf die Motive / Interessen, die Sie und/oder Ihr Gegenüber einnehmen, die im Hintergrund stehen.

Entwickeln von möglichst vielen Optionen

Überlegen Sie gemeinsam, wie verschiedene Lösungen aussehen könnten vor der Argumentation und Diskussion. Laut dem Harvard Prinzip sollen für die Entscheidungsfindung Fakten, Daten oder Zahlen zu Hilfe genommen werden. Dazu ist es notwendig, grundsätzlich offen für einen Perspektivenwechsel sein.

Transparenz, Klarheit und Übernahme von Verantwortung

Seien Sie klar und transparent in der Vorgehensweise und im Ablauf für die Gesprächssituation. Übernehmen Sie die Mit-Verantwortung für den Gesprächsverlauf. Nicht nur als Voraussetzung für gelungenes und partnerschaftliches Miteinander, sondern mit dem zusätzlichen Vorteil der Gesprächssteuerung.

Kategorie: Sonstiges | 13.04.2015

TOP 10 Beiträge 2014

Besser spät als nie wollen wir zurückblicken auf die meistgelesenen Beiträge hier auf Best-Practice Training im vergangenen Jahr. Daher gibt es heute mal wieder ein wenig Statistik zu den

Top 10 Beiträge 2014

Platz 10 belegt – wie schon im Halbjahresrückblick – unser Beitrag mit dem Titel „Vorurteile – Kostenloser Test“

Haben Sie Vorurteile? Wir alle haben welche, auf die eine oder andere Art und Weise. Ein Vorurteil sagt schon, was es ist: ein Vor-Urteil! Sie urteilen ohne groß nachzudenken, ehe Sie überhaupt wissen, ob Ihr Urteil richtig ist oder nicht.

Manch einer hat Vorurteile gegenüber Menschen mit einer anderen Hautfarbe. Andere haben Vorurteile gegenüber Menschen anderen Alters, anderer Sexualität, anderer Länder. Wessis haben Vorurteile gegenüber Ossis – und natürlich haben auch Ossis Vorurteile gegenüber Wessis.

Wollen Sie einmal testen, ob die Wissenschaft Vorurteile bei Ihnen finden kann? Wollen Sie wissen, welche Vorurteile Sie tatsächlich haben, auch wenn Sie denken, Sie hätten keine?
→ Weiterlesen

 

Platz 9 belegt ein Beitrag aus unserer Serie mit schwierigen Gesprächspartnern „Serie Schwierige Gesprächspartner – Der Choleriker„.

In unserer Serie “Schwierige Gesprächspartner” kommt heute ein Typ an die Reihe, den wir sicherlich alle kennen und lieben. *ironieoff* – Der Choleriker
Laut Wikipedia ist der Choleriker „ein leicht erregbarer, unausgeglichener, jähzorniger, zu Wutanfällen neigender Mensch“. Das kann wohl jeder bestätigen, der einen Choleriker schon einmal erlebt hat oder der einen Choleriker kennt. Ein cholerischer Mensch fühlt sich schnell persönlich angegriffen. Er flippt schnell aus und wird laut. Nicht gerade die angenehmsten Zeitgenossen und auch nicht gerade die einfachsten Gesprächspartner, aber genau darum geht es ja in unserer Serie.
Weiterlesen

 

Platz 8 belegt der Besserwisser aus der gleichen Serie „Serie Schwierige Gesprächspartner – Der Besserwisser„.

Im ersten Teil unserer Serie über schwierige Gesprächspartner geht es heute um einen Typus, den wir wohl alle kennen und dem wir schon des Öfteren begegnet sind – den Besserwisser.

Der Besserwisser zeichnet sich zum Beispiel dadurch aus, dass er in Verhandlungen und Gesprächen sagt: “…das haben wir schon immer so gemacht…” und dabei bleibt er auch und lässt nichts anderes gelten.
Weiterlesen

 

Auf Platz 7 liegt unser Bericht über die andyamo-App für Trainer „Business-Tools in der Hosentasche – die andyamo-App„.

Die andyamo-App zu den Themen Argumentation, Moderation, Präsentorik und Gesprächsführung ist verfügbar für Android und iOS. Sie stellt jede Menge praxisrelevante anwendbare Tools, Modelle, Tipps & Tricks zu den vier Themenbereichen zur Verfügung. Einfach die kostenlose Basisversion im Store runterladen und loslegen. Die App ist über die Basisversion hinaus durch In-App-Käufe um viele weitere Tools, Tipps & Tricks erweiterbar.
Weiterlesen

 

Platz 6 geht an den Beitrag mit Infos zur „Fachtrainer-Akademie 2015

Nachdem die FachtrainerAkademie gerade in vollem Gange ist, stehen nun endlich die Termine für die Fachtrainerausbildung im Frühjahr 2015 fest. Außerdem wurde noch einmal ein wenig umstrukturiert, damit die Ausbildung noch besser und praxisnäher wird.
Alle Inhalte und Termine sowie weitere Informationen finden Sie auch in unserem Flyer [Download nicht gefunden.] sowie auf unserer Webseite der FachtrainerAkademie. Gerne können Sie auch Kontakt mit uns aufnehmen. Die neuen Termine für Frühjahr 2015 sind ab sofort buchbar unter www.fachtrainer-akademie.de. Dort finden Sie auch noch detailliertere Inhalte der einzelnen Module und eine Kurzvorstellung unserer Trainer.
→ Weiterlesen

 

Platz 5 geht an die Erklärung der „LIMO-Technik„.

In Präsentationen oder Gesprächen haben sicher auch Sie häufig mit unangenehmen Fragen zu tun. Sei es in der Diskussionsrunde nach Ihrer erfolgreichen Präsentation, sei es im Kundengespräch oder bei einem sonstigen wichtigen Geschäftstermin. Unangenehme Fragen sind immer – nun ja, eben unangenehm. Mit Hilfe der LIMO-Technik gehen Sie auf diese Fragen in aller Ruhe ein und aus unangenehmen Fragen werden angenehmere Diskussionsbeiträge.
Weiterlesen

 

Den undankbaren Platz 4 ergatterte wie bereits zum Halbjahresrückblick die Erklärung des 4-Ohren-Modells „Das 4-Ohren-Modell – kurz erklärt„.

Missverständnisse! Jeder kennt es, dass in einer Gesprächssituation der eine etwas sagt und der andere das Gesagte “in den falschen Hals bekommt” und – zack! – kommt es zum Streit. Dieses “in den falschen Hals bekommen” erklärt sich unter Umständen durch das von Friedemann Schulz von Thun ausgearbeitete 4-Ohren-Modell.
Weiterlesen

 

Platz 3 und damit Bronze hat sich der Startbeitrag unserer Serie zu den Ich-Botschaften verdient „Ich-Botschaften – Jede Woche eine neue Ich-Botschaft„.

In den kommenden Wochen zeige ich Ihnen anhand vieler Beispiele aus dem täglichen (Trainer- oder Führungskräfte-) Leben den Unterschied zwischen einer Ich-Botschaft und einer Du-Botschaft.

Es gibt kaum ein besseres Kommunikationswerkzeug, um Diskussionen, Konflikte und sonstige schwierige Gesprächssituationen zu entschärfen, als eine Ich-Botschaft.

Mit einer Ich-Botschaft teile ich unmissverständlich meine eigene Meinung mit, ohne schwach oder verletzend/angreifend zu sein. Richtig formuliert sorgen Ich-Botschaften fast immer für eine Deeskalation und dafür, dass ein Gespräch persönlicher und verbindlicher wird.
Weiterlesen

 

Auf Platz 2 landet wieder der Beitrag über „Die 5 wichtigsten Verhandlungsstrategien„.

Als Chef eines Unternehmens oder als Führungskraft ist immer wieder Ihre Verhandlungskunst gefragt, sei es in Gesprächen mit Mitarbeitern, mit Geschäftspartnern oder mit Banken. Es geht dabei um Lieferkonditionen, Aufträge, Geschäftsabschlüsse, die Höhe des Gehalts und so weiter. In jeder Verhandlung stehen Ihre eigenen Ziele den Interessen Ihres Verhandlungspartners entgegen. Und trotzdem sollte am Ende der Verhandlung ein Ergebnis sichtbar sein, am besten eines, mit dem beide Seiten zufrieden sind.
Weiterlesen

 

Und mit weitem Abstand vor allen anderen und damit auf Platz 1 liegt – ebenfalls wie schon im Halbjahresrückblick – der Beitrag „Kostenloser Onlinetest 4-Ohren-Modell„.

Wissen Sie, mit welchem Ohr Sie hören? Sie können es ganz leicht herausfinden. Alles, was Sie dazu brauchen, ist ein wenig Zeit. In etwa 15 Minuten können Sie herausfinden, welche Hörweise bei Ihnen besonders ausgeprägt ist. Das kann Ihre Kommunikation deutlich verbessern.
Weiterlesen

 

Kategorie: Gesprächsführung & Verhandeln

Sonstiges | 15.12.2014

andyamo-App Gesprächsführung – heute kostenlos

Heute ist es wieder so weit: In der Mittagspause haben Sie die einmalige Chance, die nächste Erweiterung der andyamo-App kostenlos zu erhalten.

Heute schalten wir für Sie die App-Erweiterung zum Thema Gesprächsführung im Wert von 8,99 Euro frei. Damit erhalten Sie folgende Inhalte:

  • Checkliste Gesprächsvorbereitung
  • Die 5 grundlegenden Gesprächsstrategien
  • Schwierige Gesprächspartner
  • Gehaltsverhandlungen
  • Situationen klären – Interviews steuern
  • Sprachliche No go´s
  • Die 5 besten Alternativen zur Lohnerhöhung
  • Kommunikationsanalyse 4 Ohren

andyamo-App-Erweiterung kostenlos erhalten

Um die Erweiterung kostenfrei zu erhalten, besuchen Sie einfach heute Mittag zwischen 12 und 13 Uhr unser Blog und tragen Sie sich in unseren Mailverteiler ein. Im Laufe der Woche erhalten Sie dann Ihren persönlichen Gutschein-Code per Mail zugeschickt.

Natürlich dürfen Sie gerne auch Ihren Freunden, Kollegen und Chefs Bescheid geben. Laden Sie sich schon jetzt die kostenfreie Basisversion unserer App herunter und freuen Sie sich auf Ihre Mittagspause, in der Sie die Erweiterung Gesprächsführung kostenfrei erhalten können. Der Countdown läuft!

 

Kategorie: Moderation

Präsentation & Rhetorik | 06.11.2014

Was tun wenn… die Gruppe nicht mitarbeitet?

Ihre Gruppe arbeitet nicht mit? Sie kennen das vielleicht, dann fallen Aussagen wie: „Das geht nicht!“ oder „Das kann/will ich nicht!“. Und nun? Wie kommen Sie aus dieser schwierigen Situation wieder raus?

Sie als Moderator sollten, wenn nötig, die Ursachen klären und dann sehr zügig mit der Gruppe nach Möglichkeiten einer konstruktiven Weiterarbeit suchen.

Das erreichen Sie durch gezieltes Nachfragen: „Was müsste passieren, damit es geht?“ oder „Was bräuchten Sie, um es zu tun?“ „Haben Sie einen alternativen Vorschlag zur Vorgehensweise?“. So können Blockaden aufgelöst und somit weitergearbeitet werden.

Viele Wege führen nach Rom. Daher sollten Sie nie ohne berechtigten Anlass die eigene Methodik in Frage stellen oder sich auf Methodendiskussionen mit den Teilnehmern einlassen. Was Sie tun können, wenn die Teilnehmer tatsächlich Kritik an Ihrer Methodik haben, lesen Sie im Beitrag „Was tun wenn… Ihre Vorgehensweise nicht funktioniert?

Haben Sie noch weitere Tipps, wie Sie mit „bockigen“ Teilnehmern umgehen können? Lassen Sie uns daran teilhaben…

Weitere Teile dieser Serie:

Kategorie: Führung

Gesprächsführung & Verhandeln

Moderation | 09.10.2014

Zeitfresser Meeting – So sieht die hässliche Wahrheit aus

Meetings gelten nicht umsonst als Zeitfresser Nummer 1, wenn es dann noch unproduktive Meetings sind, bei denen nichts oder einfach zu wenig herauskommt… Fuze, ein Anbieter für Online-Meetings, hat eine spannende Infografik veröffentlicht, die aufzeigt, wie sich der Zeitfresser Meeting auf Unternehmen auswirkt.

Zeitfresser Meeting: Wie viel Zeit – und Geld – geht drauf?

Grundsätzlich ist an einem Meeting nichts Schlimmes. Ein Treffen des gesamten Teams dient ja auch dem Austausch und der Problemlösung. Ineffektive Meetings jedoch kosten laut einer US-amerikanischen Studie jedes Jahr 37 Milliarden US-Dollar. Tendenz steigend. In den USA finden täglich 25 Millionen Meetings statt, von denen laut der Studie 67% als ineffektiv angesehen werden. Bereits jetzt werden 15% der Zeit eines Unternehmens durch Meetings belegt. Dabei verbringen Führungskräfte der mittleren Führungsebene etwa ein Drittel ihrer Zeit in Meetings, Führungskräfte der oberen Managementebene hingegen schon 50% ihrer Zeit.

Gründe für die Ineffektivität

Die Studie listet auch mehrere Gründe auf, warum Meetings als ineffektiv angesehen werden. Dabei steht mit über 90% Nennung ganz oben auf der Liste, dass die Teilnehmer des Meetings nebenbei anderes erledigen. Multitasking während des Meetings ist damit in nahezu allen Fällen der Hauptgrund. Die Hälfte der Teilnehmer beschäftigt sich laut eigener Angaben mit anderer Arbeit. Fast 70% nehmen sich während des Meetings ihrer Emails an. Besonders ineffektiv sind Meetings mit Teilnehmern von außerhalb, die nur per Telefon zugeschaltet sind. Da der visuelle Aspekt wegfällt, fällt es so besonders schwer, den großen Anteil der Kommunikation, den die Körpersprache ausmacht, einzubeziehen. Häufig sind Meetings auch schlecht geplant und strukturiert und aus diesem Grund ineffektiv.

So machen Sie es besser

Die Studie schlägt sieben Punkte zur Verbesserung der Effektivität von Meetings vor.
  1. Planen Sie kürzere Meetings: 30 Minuten reichen
  2. Klare Erwartungen, die auch in der Vorbereitung kommuniziert werden
  3. Versenden Sie Material zur Vorbereitung, damit Sie das Meeting zur Diskussion nutzen können
  4. Starten Sie das Meeting pünktlich – und beenden Sie es auch pünktlich
  5. Vermeiden Sie lange Monologe, binden Sie alle Teilnehmer in die Diskussion ein
  6. Bleiben Sie beim Thema
  7. Fassen Sie die Kernpunkte und Ergebnisse zusammen und reichen Sie an alle Teilnehmer nach dem Meeting weiter
The Ugly Truth About Meetings
Graphic by dianagosi.

Viele weitere Tipps finden Sie auch im Artikel „Das 37-Milliarden-Dollar-Grab: Die 10 teuersten Meeting-Fehler – und wie du sie vermeidest“ auf t3n.

 

Kategorie: Sonstiges | 15.09.2014

Buchtipp „Stimme spüren“

stimme spüurenStimme spüren – Praxis und Philosophie zur Stimmentfaltung Katrin Haugenender

Aus der Kurzbeschreibung: Dieses Buch geht dort in die Tiefe, wo andere Stimmtrainings an ihre Grenzen kommen. Mit leicht verständlichen Übungen, klaren Worten und anschaulichen Beispielen weckt die Autorin das Bewusstsein für die eigene Stimme und die Freude daran, sich selbst in ihr zu entdecken und für andere zu öffnen. So zeigt sie neue Perspektiven für erfolgreiche Kommunikation, Charisma und Spiritualität durch die Kraft der Stimme.

Unser absoluter Geheimtipp für eine schöne Stimme!

Kategorie: Führung

Gesprächsführung & Verhandeln | 23.06.2014

Ich-Botschaft: Fehlende Berechnung

Sie sind Projektleiter für ein strategisch wichtiges IT Projekt bei einem Maschinenbauunternehmen. Sie hatten Ihrem Projektmitarbeiter, Peter Ahrendt, vor seinem 14-tägigen Urlaub aufgetragen, eine Kostenberechnung fertig zu stellen und als Präsentation aufzubereiten. Diese Präsentation sollte Ihnen als Grundlage für eine wichtige Entscheidung in der eine Woche später stattfindenden Sitzung mit dem Vorstand dienen. Das Problem war, dass Sie weder die Berechnung noch die Präsentation in dem unübersichtlichen Ablagesystem von Herrn Ahrendts Computer geschweige denn auf dem Teamserver auffinden konnten. Sie mussten beides in einer Nacht- und Nebelaktion persönlich neu erstellen. Leider war das nicht der erste Vorfall dieser Art. Im Gespräch thematisieren Sie das Problem.

Ich-Botschaft

Im Rahmen der Vorbereitung auf die Vorstandssitzungspräsentation war es mir leider nicht möglich, auf Ihre Datenbank zuzugreifen. Ich konnte keinen Emaileingang feststellen, noch war es mir möglich, die Struktur Ihrer Dateiablage zu verstehen. Das führte dazu, dass ich in einer Nacht- und Nebelaktion die Kostenberechnung komplett neu erstellen musste, was für mich viel Stress und Ärger bedeutet hat. Daher bitte ich Sie, in Zukunft sicherzustellen, dass ich die benötigten Unterlagen sicher erhalte, z.B. über eine Empfangs- und Lesebestätigung. Darüber hinaus erwarte ich, dass Sie ihr persönliches Dateiablagesystem bis Ende nächster Woche an die Kriterien des Qualitätsmanagements anpassen. Können wir das so verbindlich vereinbaren oder haben Sie einen anderen Vorschlag?

Haben Sie eine Situation, in der Ihnen die passende Ich-Botschaft fehlt? Schreiben Sie uns in den Kommentaren, wir helfen Ihnen…

Lesen Sie auch…

Kategorie: Führung

Gesprächsführung & Verhandeln | 19.05.2014

Ich-Botschaft: Vier Wochen der gleiche Anzug

Die Situation: Sie leiten seit einem Jahr ein Kundenprojekt für einen großen Bekleidungshersteller. Ein Kollege Ihrer Projektgruppe fiel Ihnen schon in der Vergangenheit auf, da er täglich den gleichen Anzug trug. Er war jetzt zwei Wochen im Urlaub. Heute ist er zurück und hat wieder denselben Anzug an – offensichtlich ungereinigt, da die Sitzfalten und ein Fleck, der Ihnen bereits vor dem Urlaub aufgefallen ist, deutlich zu sehen sind.  Es wird Zeit für eine Rückmeldung. Nach dem Meeting sprechen sie Ihren Kollegen unter vier Augen an.

Ich-Botschaft

Eine heikle Situation, denn Ihr Kollege könnte sich sehr schnell persönlich angegriffen fühlen. Sie wissen nicht, warum er so handelt, wie er nun einmal handelt. Versuchen Sie also, auch diese Situation mit einer Ich-Botschaft zu lösen: „Unser Kunde legt sehr großen Wert auf Kleidung und das äußere Erscheinungsbild. Mir ist aufgefallen, dass du seit einigen Wochen den gleichen Anzug trägst. Das kann auf unseren Kunden unprofessionell wirken, was ich vermeiden möchte, da es auch auf mich und das ganze Team Auswirkungen haben kann. Daher erwarte ich, dass du zukünftig mindestens einmal pro Woche den Anzug wechselst. Kannst du das nachvollziehen?“

Haben Sie Fragen zu bestimmten Situationen, die Sie mit einer Ich-Botschaft lösen möchten? Haben Sie Beispiele, welche Situation Sie mit einer Ich-Botschaft gelöst haben? Nutzen Sie die Kommentarfunktion…

Lesen Sie auch…

Kategorie: Dialektik & Argumentation

Führung | 12.05.2014

Ich-Botschaft: Zuarbeit noch nicht fertig

Sicher waren Sie auch schon einmal in einer solchen Situation. Sie brauchen beispielsweise von Ihrer Teamsekretärin dringend mehrere Präsentationsfolien für die Besprechung mit einem wichtigen Kunden. Das Meeting beginnt in 2 Stunden. Sie hatten mit ihr am Vorabend ausgemacht, dass die Folien morgens um 9.00 Uhr auf Ihrem Schreibtisch liegen. Nun ist es 10.00 Uhr. In den letzten Wochen kam es häufiger vor, dass sie etwas vergessen oder zu spät geliefert hatte. Sie erreichen sie nicht über das Telefon, daher gehen Sie runter in ihr Büro. Auf dem Weg dorthin treffen Sie sie in der Kaffeeecke. Sie unterhält sich angeregt mit einer anderen Kollegin.

Ich-Botschaft

Ganz klar: Sie sind auf hundertachtzig! Während Sie auf die Folien warten und die Zeit drängt, steht die Sekretärin in der Kaffeeecke rum und tauscht den neuesten Büroklatsch aus. Versuchen Sie dennoch ruhig zu bleiben und sprechen Sie sie am besten mit einer Ich-Botschaft an: „Hallo, entschuldige bitte die Störung. Kann ich dich mal kurz sprechen? Ich habe ja in 2 Stunden das wichtige Kundenmeeting, für das ich von dir die Präsentationsfolien brauche, über die wir gestern gesprochen hatten. Leider habe ich bisher die Folien noch nicht erhalten, was mich gerade ziemlich stresst, da ich mich vorbereiten möchte. Kannst du mir die Folien bitte so schnell wie möglich zur Verfügung stellen? Danke!“
So vermeiden Sie einen langwierigen offenen oder schwelenden Konflikt und erhalten Ihre Folien sicherlich deutlich schneller, als wenn Sie sich in dieser Situation mit der Teamsekretärin „anlegen“.

Lesen Sie auch…