Kategorie: Gesprächsführung & Verhandeln | 20.04.2016

Überzeugen durch Anschaulichkeit und rhetorische Stilmittel

Reden ist Kino im Kopf. Formulieren Sie bildhaft und plastisch: Stimmige Bilder, Analogien und Metaphern sind am einfachsten zu verstehen und somit oft sehr überzeugend. Ein stimmiges Bild hat eine innere Logik und viele Assoziationen, sowohl für den Sprechenden als auch sein Gegenüber.

Rhetorische Stilmittel

Vier Stilmittel, mit denen es Ihnen gelingt, Farbe und Energie in Ihre Kommunikation zu bringen. Viele Stilmittel der klassischen Rhetorik sind längst nicht mehr zeitgemäß. Das Prinzip jedoch ist zeitlos: Durch rhetorische Mittel die Wirksamkeit und die Überzeugungskraft Ihrer Worte zu erhöhen. Die folgenden vier stilistischen Mittel sind dabei besonders hervorzuheben.

Metapher

Das Sprechen in Bildern gehört seit Menschen sprechen zu den wichtigsten sprachlichen Mitteln. Da der Zuhörer Bilder bekommt, kann er den Inhalt des Gesagten wesentlich besser aufnehmen und speichern – bildhafte Vergleiche gehören da auch dazu. Gerade weil sich Bilder und bildliche Vergleiche so stark einprägen und schnell Verbreitung finden, gehören regelmäßig solche sprachlichen Bilder zu den gekürten Unwörtern des Jahres (z.B. „Wohlstandsmüll“ für „Arbeitslose“ etc.).

Metonymie

Metonymie ist ein spezieller Fall der Metapher: Mit einem bildlichen Ausdruck werden Dinge oder Personen genannt, die über assoziative oder tatsächlich-organisatorische Verknüpfungen mit dem Bild verbunden sind. Bsp.: „Heute ist das ganze Haus zusammengekommen“ anstatt „alle Mitarbeiter“. Dass solche Bilder gut ankommen, beweist auch die Tatsache, dass solche Bilder in die Alltagssprache übergehen. Dazu noch ein Beispiel: „Gestern ging durch die Presse ….“ anstatt „Gestern war in den Zeitungen zu lesen…“

Hyperbel

Hyperbel ist eine phantasievolle Übertreibung, die wir ganz alltäglich verwenden, um dem Nachdruck zu verleihen, was wir sagen: „Ich hab´ dir tausendmal gesagt, dass du die Finger davon lassen sollst.“

In einer Gesprächssituation kann eine überspitzte Übertreibung einen Lacher provozieren oder eine Gesprächssituation entschärfen bzw. verschärfen.

Stilbruch

Insbesondere der Wechsel in einen Fachjargon hat ein humoristisches Potential.
Bsp.: „Herzlichen Glückwunsch zur Personenstandsänderung“ – anstelle: „… zur Hochzeit“ – … und schafft Interpretationsspielräume.

Kategorie: Sonstiges | 31.07.2014

Warum eine TÜV-Zertifizierung für Fachtrainer?

Trainerausbildungen gibt es viele. Die meisten davon schließen mit einem Zertifikat oder einer Urkunde des ausbildenden Unternehmens ab. Die Fachtrainerausbildung bei der Fachtrainer-Akademie jedoch bietet auf Wunsch nach Abschluss der Ausbildung eine Zertifizierung durch den TÜV Rheinland an. Wozu ist das gut  und was haben Sie davon?

Wer erhält die Zertifizierung und wie läuft die Zertifizierung ab?

Nach erfolgreicher Absolvierung der Fachtrainer-Akademie haben Sie ein mindestens halbfertiges Trainingskonzept für ein eigenes Fachtraining. Dieses wurde während der Ausbildung mehrfach überarbeitet und verfeinert und Sie haben von den ausbildenden Trainern und auch von anderen Teilnehmern mehrfach Rückmeldungen dazu bekommen. Entscheiden Sie sich für eine Zertifizierung durch den TÜV Rheinland, wird dieses Trainingskonzept von Ihnen alleine oder mit Unterstützung der ausbildenden Trainer detailliert ausgearbeitet und bei der Zertifizierungsstelle eingereicht.

Am Zertifizierungstermin legen Sie vor Ort vor einer Prüfungskommission bestehend aus einer unabhängigen TrainerIn, einem Experten der TÜV Rheinland Personalzertifizierstelle PersCert und andyamo als ausbildendes Institut als Beisitzer eine schriftliche Prüfung in Form von Multiple Choice Fragen ab. Darauf folgt ein Fachgespräch über das von Ihnen eingereichte Trainingskonzept sowie eine Trainingsprobe Ihres Konzeptes.

Welche Vorteile bietet eine Zertifizierung durch den TÜV Rheinland?

Eine Zertifizierung durch den TÜV Rheinland hat natürlich einen deutlich höheren Stellenwert als eine Urkunde des ausbildenden Institutes. Der TÜV Rheinlandverfügt über langjährige Erfahrung beim Nachweis der Qualifikation von Beschäftigten. Das Prüfsiegel ist weltweit anerkannt und Unternehmen weltweit vertrauen auf die damit bestätigte Qualität der damit abgeschlossenen Weiterbildung. Durch die Zertifizierung können Sie sich von Ihren Wettbewerbern positiv abheben.

Ausbildungen mit Zertifizierung entsprechen bestimmten Standards

Um eine Weiterbildung mit Zertifizierung durch den TÜV Rheinland anbieten zu können, muss das ausbildende Unternehmen verschiedene Voraussetzungen erfüllen. Die Lehrgänge werden eingehend durch die Personenzertifizierungsstelle überprüft. Die durchführenden Unternehmen schließen einen Kooperationsvertrag mit der Personenzertifizierungsstelle PersCert und erarbeiten gemeinsam normative Vorgabedokumente und Prüfungsordnungen. So ist eine überdurchschnittl hohe Qualität und Vergleichbarkeit der zertifizierten Fachtrainerausbildung gewährleistet. Durch den Eintrag in der Datenbank Certipedia und die Vergabe des Prüfzeichen-Signets wird die Qualifikation auch nach außen sichtbar gemacht. Über eine lehrgangsbezogene ID sind die hohen Anforderungen nachvollziehbar, die der Träger des Zertifikats erfüllt. Das sorgt für Transparenz und Sie wissen genau, welche Leistungen erbracht werden mussten, um das Zertifikat zu erhalten.

Regelmäßige Überprüfung und Erneuerung der Zertifikate

Die Vergabe des Zertifikates erfolgt nur auf einen bestimmten Zeitraum begrenzt. Das Zertifikat muss vor Ablauf erneuert werden. So stellt der TÜV Rheinland sicher, dass das durch die Zertifizierung bestätigte Fachwissen in der Praxis angewendet und aktuell gehalten wird. Für die Rezertifizierung müssen mindestens 8 Unterrichtseinheiten Weiterbildung zu trainerrelevanten Themen pro Jahr sowie mindestens 50 Trainingstage pro Jahr ohne Vorbereitungsleistungen nachgewiesen werden. Die Rezertifizierung wird unter Vorlage der Nachweise auf Antrag des Zertifikatsinhabers durch den TÜV Rheinland überprüft. Werden die Voraussetzungen erfüllt, erhält der Antragsteller ein neues Zertifikat mit einer Gültigkeit von 5 Jahren. Können die Voraussetzungen nicht erfüllt werden oder wird das Zertifikat nicht vor Ablauf erneuert, erlischt die Zertifizierung und kann dann nur durch die erneute Absolvierung einer Zertifizierungsprüfung wiedererlangt werden.

Mit Stipendium zur Zertifizierung als Fachtrainer durch den TÜV Rheinland

andyamo vergibt zum 10-jährigen Jubiläum ein Stipendium für die TÜV Rheinland zertifizierte Fachtrainerausbildung an der Fachtrainer-Akademie. Bewerbungen sind ab sofort bis zum 19.08.2014 möglich. Auf der Webseite der Fachtrainer-Akademie erfahren Sie Weiteres zum Stipendium und zur Bewerbung.

 

Kategorie: Gesprächsführung & Verhandeln | 08.05.2014

Buchtipp „Rhetorik im Internet-Zeitalter“

Das Buch „Rhetorik im Internet-Zeitalter“ von Markus Arnold ist mein Fundstück des Jahres 2013 vom Büchertisch des Schweizer Moderationsmarkt. Ich habe das Buch direkt noch im Zug auf der Rückfahrt durchgelesen.

Rhetorik im Internet-Zeitalter

Gut strukturiert, schnell und einfach zu verstehen und direkt anwendbar. Vor allem auch für Präsentationen.  Dabei verzichtet der Autor auf jeden unnötigen Ballast wie theoretischen Background oder lange Prosatexte und Beispiele. Die grafische Aufarbeitung bricht sehr wohltuend mit den üblichen Buchlayouts.  Eine gelungene Umsetzung der eigenen Empfehlungen. Kaufen! [zum Beispiel direkt im Neuland-Shop]

Kategorie: Sonstiges | 17.10.2013

andyamo-App Erweiterungen

Unsere andyamo-App haben wir Ihnen bereits vorgestellt. Haben Sie die kostenfreie Basisversion bereits ausprobiert? Heute verrate ich Ihnen, welche Inhalte Sie in den Erweiterungen finden, die Sie per In-App-Kauf zusätzlich zur Basisversion erwerben können.

andyamo-App Erweiterungen

Im Themenbereich Argumentation & Dialektik erwarten Sie

  • Rhetorische Tricks
  • Schlagfertigkeit
  • Überzeugungspsychologie
  • Umgang mit Einwänden

Das Thema Gesprächsführung wird ergänzt um

  • Checkliste Gesprächsvorbereitung
  • Die 5 grundlegenden Gesprächsstrategien
  • schwierige Gesprächspartner
  • Gehaltsverhandlungen
  • Situationen klären – Interviews steuern
  • Sprachliche No go´s
  • Die 5 besten Alternativen zur Lohnerhöhung
  • Kommunikationsanalyse 4 Ohren

Im Bereich Moderation bietet die Erweiterung

  • Vor- und Nachbereitungscheckliste
  • Checkliste Moderieren oder Präsentieren
  • Die 11 gängigsten Moderationstechniken
  • Tipps für Arbeitsregeln
  • Phasenschema Spontan-Moderation
  • Phasenschema Meeting-Moderation
  • Analyse- und Bearbeitungsszenarien

Beim Thema Präsentorik dürfen Sie sich freuen auf

  • Anlassbezogene Präsentationsstrategien
  • PowerPoint Tricks
  • Zeitpunkt für die wichtigsten Botschaften
  • Körpersprache
  • Umgang mit Präsentationstorpedos

Sie sehen, wir haben die kostenpflichtigen Erweiterungen vollgepackt mit vielen weiteren wertvollen Tipps und Tricks, Tools und Modellen für Ihren Business-Alltag.

Die andyamo-App
Business-Tools in der Hosentasche – prägnant auf den Punkt gebracht und immer dabei.

Jetzt laden für iOS oder für Android
Get it on Google Play

Ihr Andreas Straub

Fotocredit: Daniel Bleyenberg  / pixelio.de

Kategorie: Sonstiges | 16.10.2013

Business-Tools in der Hosentasche – Die andyamo-App

Die andyamo-App zu den Themen Argumentation, Moderation, Präsentorik und Gesprächsführung ist verfügbar für Android und iOS. Sie stellt jede Menge praxisrelevante anwendbare Tools, Modelle, Tipps & Tricks zu den vier Themenbereichen zur Verfügung. Einfach die kostenlose Basisversion im Store runterladen und loslegen. Die App ist über die Basisversion hinaus durch In-App-Käufe um viele weitere Tools, Tipps & Tricks erweiterbar.

Die andyamo-App

andyamo_app_4       andyamo_app_3
andyamo_app_2       andyamo_app_1

Business-Tools in der Hosentasche – prägnant auf den Punkt gebracht und immer dabei.

Jetzt laden für iOS oder für Android
Get it on Google Play

Wir sind neugierig, wie Sie die App finden. Helfen Sie uns bei der Verbesserung und bewerten Sie die App im AppStore bzw. PlayStore.

Auf welche Inhalte Sie sich beim Kauf der andyamo-App Erweiterungen freuen dürfen, verraten wir Ihnen morgen.

Viel Spaß wünscht Ihnen
Ihr Andreas Straub

Fotocredit: Ibefisch  / pixelio.de

Kategorie: Dialektik & Argumentation | 09.09.2013

Die sechs wichtigsten rhetorischen Tricks…und wie Sie mit ihnen umgehen können

Rhetorik, die Kunst der Rede, wird immer dann eingesetzt, wenn wir unser Gegenüber von unseren Argumenten überzeugen wollen. Dabei gehen wir gar nicht immer bewusst vor, auch unbewusst wollen wir manchmal unsere Meinung durchsetzen und setzen dafür nicht selten rhetorische Tricks ein. Ich stelle Ihnen heute die in Gesprächen am häufigsten angewandten rhetorischen Tricks vor und gebe Ihnen Tipps, wie Sie mit ihnen am besten umgehen können.

Allgemeine Strategien

Ganz allgemein gilt: Fangen Sie nicht an, sich zu rechtfertigen. Stellen Sie Gegenfragen, indem Sie Ihr Gegenüber z.B. konkret nach Details fragen. Oder stellen Sie die Objektivität bzw. den Wahrheitsgehalt der Aussage Ihres Gegenübers in Frage. Sie könnten sich ebenfalls „blöd“ stellen und nachfragen bzw. um eine Erklärung bitten. Zuschreibungen Ihres Gegenübers sollten Sie nicht annehmen bzw. akzeptieren. Kontern Sie mit einem passenden Sprichwort, wenn Ihnen eines einfällt.

Wichtigmachen durch Prestige, Wissen oder Status

Sagt Ihr Gegenüber zu Ihnen einen Satz in der Art wie „Bei der Einschätzung der Gesamtsituation hat der Chef/Vorstand etc. die gleiche Meinung wie ich!“ dann versucht er, die gehobene Position der erwähnten Person gegen Sie auszuspielen. Er möchte, dass Sie „klein beigeben“ aus Angst vor der Meinung dieser hohen Person, und damit auch vor Ihrem Gegenüber, der ja die gleiche Meinung vertritt. Stellen Sie eine Gegenfrage: „Was trägt das zur Lösung des Problems bei?“ oder „Was sind den nun Ihre Argumente?“ Damit nehmen Sie Ihrem Gegenüber den Wind aus den Segeln und zeigen ihm, dass Sie sich nicht einschüchtern lassen, nur weil Ihr Gesprächspartner und eine höhergestellte Person die gleiche Meinung vertreten.

Meinungen/Behauptungen als Tatsachen ausgeben

Ihr Gesprächspartner will Ihnen mit einem Satz wie „Die Fakten sehen doch so aus, dass…“ oder „Es weiß doch jeder, dass… “ zeigen, dass seine Argumente die besseren sind, weil sie auf Tatsachen statt nur auf Meinungen beruhen. Dazu gibt er ungeniert seine Meinung und seine Behauptung als Tatsache aus. Sie sollten in diesem Fall genauer hinterfragen: „Auf welche Tatsachen beziehen Sie sich?“ und Ihrem Gesprächspartner zeigen, dass Sie sich nicht manipulieren lassen „Fakten kann man so oder so interpretieren“

Grundsätzlich „ja“, aber in diesem Fall „nein“

Ihr Gegenüber versteckt sich hinter einer Aussage wie „Grundsätzlich finde ich Ihre Idee gut, aber in diesem Fall…“ Angeblich stimmt er Ihnen vordergründig zu, muss aber leider leider Ihren Vorschlag ablehnen. Seien Sie in diesem Fall offen und haken Sie nach: „Versteh ich nicht. Wie können Sie gegen etwas sein, das Sie grundsätzlich gut finden?“

Manipulatives Lob

Auch ein manipulatives Lob wird gerne eingesetzt, um den Gesprächspartner zu überzeugen. In diesem Fall schmiert Ihnen Ihr Gegenüber Honig ums Maul mit Aussagen wie „Sie waren immer jemand, der die Zeichen der Zeit erkannt hat, daher bin ich mir sicher, dass Sie diese Neuerung gut finden werden…“ Auch wenn es natürlich schmeichelhaft ist, gelobt zu werden, durchschauen Sie ab sofort diesen Trick und bleiben bei Ihrer Meinung „Vielen Dank und genau aufgrund dieser Tatsache kann ich ihnen leider nicht…“

Drohen

Weiß Ihr Gesprächspartner argumentativ nicht mehr weiter, kann es auch sein, dass er anfängt, Ihnen zu drohen. Auch eine Aussage wie „Haben Sie den Mut, uns in dieser Sache zu unterstützen?“ ist in diesem Fall eine Drohung, impliziert sie doch, dass Sie ein Angsthase sind, wenn Sie Ihre Unterstützung verweigern. Kontern Sie in diesem Fall ganz gelassen und lassen Sie sich nicht auf die Drohgebärden Ihres Gesprächspartners ein. „Warum sollte das etwas mit Mut zu tun haben?“ oder „Für mich geht es hier nicht um Mut, sondern um Tatsachen. Und diese… “ leitet das Gespräch hoffentlich wieder auf die argumentative Schiene.

Diffamieren

Es ist auch gut möglich, dass Ihr Gegenüber mangels stichhaltiger Argumente anfängt, Sie zu beleidigen: „Sie halten das für unrealistisch? Machen Sie es erstmal besser, bevor Sie hier kritisieren!“ Auch darauf reagieren Sie möglichst gelassen und lassen sich nicht auf einen Streit ein. Sie könnten kontern mit  Sätzen wie „Man muss keiner Eier legen können, um zu erkennen, dass eins faul ist“ oder „Man muss kein Koch sein, um zu erkennen, dass die Suppe versalzen ist“ und nehmen Sie Ihrem Gesprächspartner den Wind aus den Segeln. Ihr Andreas Straub Fotocredit: S. Hofschlaeger  / pixelio.de