Kategorie: Sonstiges | 28.12.2015

Die 6 besten Tipps: Gute Vorsätze erreichen

Gute Vorsätze für das neue Jahr: Das hat fast schon Tradition. Und fast ebenso traditionell werden sie wieder über Bord geworfen. Das muss nicht sein, mit diesen Tipps kann es klappen.

6 Tipps, wie Sie in 2016 gute Vorsätze erreichen

  1. Umsetzung festlegen
    „Was viele gute Vorsätze nennen, sind eigentlich nur gute Absichten“, sagt Sportpsychologe Christian Heiss. Wer sich im neuen Jahr gesünder ernähren möchte, hat eine gute Absicht. Wer beispielsweise im Restaurant künftig nur noch Salat bestellen will, hat einen guten Vorsatz. Der Unterschied: Beim Vorsatz wird festgelegt, wann und wie man etwas umsetzen möchte. Je genauer der Plan, desto wahrscheinlicher ist seine Umsetzung.
  2. Motivation hinterfragen
    Grundsätzlich sind gute Vorsätze auch gut, denn sie zeigen, dass man nach einem Ziel oder einer Veränderung strebt. „Man muss sich aber fragen: Worauf baut die Motivation auf? Steckt ein „Ich will“ oder ein „Ich müsste, könnte oder sollte“ dahinter?“, sagt Lutz Hertel, Gesundheitspsychologe und Vorsitzender des Deutschen Wellness Verbandes.
  3. Kleine Ziele
    Der Wille ist zwar schon eine starke Motivation, quasi die Kraft, die alles ins Rollen bringt, erklärt Hertel. Aber damit ist es noch nicht getan. Die Umsetzung, die sogenannte Volition, ist das Problem. Dafür ist auch wichtig, dass man das, was man sich vorgenommen hat, auch kann. „Wer am Tag keine 1000 Schritte geht, sollte sich nicht 10 000 als Ziel setzen, sondern sich langsam dort hinarbeiten.“ Heißt: „Nicht alles gleichzeitig und große Ziele in kleine Ziele unterteilen“, rät Prof. Michael Krämer, Vorsitzender des Berufsverbandes Deutscher Psychologinnen und Psychologen. Ein starker Raucher nimmt sich also am besten neben dem Rauchstopp nicht noch andere Dinge vor.
  4. Nicht aufgeben
    Nur weil man einmal ein Training geschwänzt oder doch wieder in die Chips-Tüte gelangt hat, muss man nicht gleich das ganze Projekt über Bord werfen. „Es wird nicht immer alles auf Anhieb klappen“, betont Heiss. „Man sollte sich schon im Vorfeld überlegen, wie man mit einem Misserfolg umgeht.“ Nicht der Rückschlag ist das Problem, sondern dass man in so einem Fall dazu neigt, gleich alles hinzuschmeißen.
  5. Trainingspartner suchen
    Sich einen Mitstreiter zu suchen, macht grundsätzlich Sinn, sagt Hertel. Man kann sich gegenseitig loben und  motivieren. Aber: „Man darf sich nicht nur auf seinen Partner verlassen.“ Ist der etwa krank oder verreist, brechen viele ein, weil sie ihre Aktivitäten nur an den anderen gekoppelt haben.
  6. Zeitpunkt auswählen
    „Ein Stichtag macht Sinn“, erläutert Heiss. Denn das ist ein konkreter Termin und der erleichtert die Umsetzung. Neujahr hat sich etabliert, sagt Hertel. „Wichtiger ist aber, den richtigen Zeitpunkt zu wählen.“ Das heißt: Steht beruflich am 2. Januar ein wichtiger Termin an, verlegt man den Rauchstopp vielleicht besser um eine Woche. Ist der künftige Trainingspartner am 1. Januar noch verreist, wartet man idealerweise bis zu seiner Rückkehr.

Kategorie: FachtrainerAkademie | 28.08.2015

Interview Fachtrainer-Akademie-Stipendiatin Lesya

Hallo Lesya! Vielen Dank, dass du dich bereit erklärt hast, meine Fragen zur Ausbildung bei der Fachtrainer-Akademie zu beantworten. Herzlichen Glückwunsch nochmal zum Gewinn des Stipendiums! Wie war das so für dich als Stipendiatin?

Das Stipendium war für mich ein großes Geschenk, das total unerwartet kam und ich konnte es kaum glauben. Oh Gott, mein Traum geht in Erfüllung! Ich bin mehrere Tage einfach durch die Gegend geflogen vor Freude. Ich habe mich riesig auf die Ausbildung gefreut und konnte kaum erwarten, alle Trainerinnen und Trainer persönlich kennen zu lernen. Sonst ist man als Stipendiatin einfach eine Teilnehmerin oder Teilnehmer wie die anderen, also keine besondere Rolle.

Wie fandest du die Fachtrainerausbildung? Wie muss ich mir die Ausbildung überhaupt vorstellen? Erzähl mal ein bisschen…

Die Ausbildung sollst Du Dir wie eine Reise mit fünf verschiedenen Stationen vorstellen, die von der Akademie als Reiseagentur durchgedacht und geplant ist. Jede Reise hat ein Ziel und Dein Ziel ist es, eine Trainerin oder ein Trainer zu werden. Und was bewegt Dich zu dieser Reise? Du suchst Antworten auf Fragen wie: Wie lernen Erwachsene? Wie designst Du ein erfolgreiches und nachhaltiges Training? Wie gehst Du mit schwierigen Teilnehmern um? Welche Lehrmethoden sind zu welchem Lernanlass geeignet? Als Teilnehmerin der Reise – steigt Du ein und es geht los…in einem unglaublichen Tempo … Du hast Deinen Koffer dabei und füllst Du ihn rasant mit neunen Methoden und Ideen für Deine eigene Arbeit. Du findest Antworten auf all Deine Fragen und mehr. Dabei erwarten Dich zahlreiche „Spielwiesen“, wo Du Dich als angehende Trainerin oder angehender Trainer erproben kannst und Du bekommst ein wertschätzendes Feedback, was Du besser machen kannst. Vergiss nicht, Du lernst von den Besten. 🙂 Die Reise ist sehr kurzweilig und die Zeit vergeht wie im Fluge. Deine Reisebegleiter sind echte Profis mit viel Erfahrung, Engagement und Leidenschaft.

In meinen Augen ist DAS BESONDERE an dieser Reise oder dieser Ausbildung – alle Module (sogar Tage) werden von unterschiedlichen Trainerinnen und Trainern durchgeführt. D. h. Du als Teilnehmerin oder Teilnehmer lernst einerseits „Trainer -Stoff“ und anderseits lernst Du unterschiedliche Persönlichkeiten als Trainer kennen, wie sie zu ihrem Beruf bzw. ihrer Berufung gekommen sind, wie deren Alltag aussieht, wo deren Herausforderungen sind. Alle Trainer waren sehr offen und sie haben viel aus „dem Nähkästchen geplaudert“. Das war ein absoluter Wissens-Schatz „obendrauf“ für alle!

Für diese Reise brauchst Du große Lernbereitschaft, Wissbegierde, Experimentierfreude und Deinen Wissensdurst. Während dieser Reise wächst Du unglaublich als Trainerin oder Trainer.

Gab es etwas, das du am absolut besten, genialsten, unglaublichsten fandest? Was war für dich DAS Highlight in der Ausbildung?

Das Unglaublichste war für mich, dass keiner von 7 Trainerinnen und Trainern kein einziges Mal eine Powerpoint Präsentation verwendet hat. Stattdessen gab es attraktive und einladende Flipcharts, Metawände, Landschaften mit Gegenständen etc. Kurz gesagt: die Bühne der genialen Ideen der Visualisierung im Gegensatz zur Powerpoint Präsentation. Und kein Geheimnis dieser Kunst wurde unter Verschluss gehalten, im Gegenteil – alles wurde mit uns gern geteilt.

Die Trainer sind ja alle „hochdekoriert“ und total bekannt, alle Autoren und mit Preisen ausgezeichnet und so. Hat man denen das angemerkt, dass sie solche VIPs sind?

Überhaupt nicht! Wir haben uns mit allen geduzt und es war eine total freundschaftliche Atmosphäre mit allen. Es menschelt bei allen. Und das ist das Schöne dabei: bei so einer Prominenz, sich so wohl zu füllen. Inhaltlich waren sie natürlich schon genial.

Würdest du die Fachtrainer-Akademie weiterempfehlen?

Absolut! Uneingeschränkt würde ich die Fachtrainer-Akademie weiterempfehlen.

Wie geht es jetzt für dich weiter nach der Ausbildung mit deinem neuen Wissen und dem Abschluss?

Das erworbene Wissen brauche ich täglich in meinem Arbeitsalltag in der Personalentwicklung. Die Ausbildung hat mich sicherlich noch anspruchsvoller zu mir selber (insbesondere bei der Lernzielformulierung und Auftragsklärung) und zu externen Trainerinnen und Trainern gemacht. Ich hospitiere in jedem neuen von mir organisierten Seminar oder Workshop und stelle an mich viele Fragen aus der Ausbildung. Ehrlich? Du nimmst Seminare und Trainings anders wahr – Du siehst alles was man machen soll und was man nicht machen soll – darauf wurden wir während der Ausbildung richtig sensibilisiert. Manchmal ist es sogar zu viel. 🙂

Ja und als absoluter Powerpoint Fan habe ich mir vorgenommen damit sparsamer umzugehen. Bald halte ich selber ein Seminar und tue es (hoffentlich) ohne Powerpoint. 🙂 Generell gilt es – ab jetzt mehr Seminare selber durchzuführen.

An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal ganz herzlich bei allen Trainerinnen und Trainern für eine wunderbare und unvergessliche Zeit bedanken!

Ja und ich möchte auf jeden Fall mein Wissen und meine Kompetenzen bei der Prüfung unter Beweis stellen.

Und zum Abschluss noch dein kurzes Statement zur Fachtrainer-Akademie in einem Satz – oder in maximal 5 Worten, wenn du magst.

Die Quelle, aus deren Wasser jede Trainerin oder Trainer schöpfen sollte.

 

Kategorie: Präsentation & Rhetorik

Sonstiges | 29.12.2014

andyamo-App Präsentorik – heute kostenlos

Heute ist es wieder so weit: In der Mittagspause haben Sie die einmalige Chance, die nächste Erweiterung der andyamo-App kostenlos zu erhalten.

Heute schalten wir für Sie die App-Erweiterung zum Thema Präsentorik im Wert von 8,99 Euro frei. Damit erhalten Sie folgende Inhalte:

  • Anlassbezogene Präsentationsstrategien
  • PowerPoint Tricks
  • Zeitpunkt für die wichtigsten Botschaften
  • Körpersprache
  • Umgang mit Präsentationstorpedos

andyamo-App-Erweiterung kostenlos erhalten

Um die Erweiterung kostenfrei zu erhalten, besuchen Sie einfach heute Mittag zwischen 12 und 13 Uhr unser Blog und tragen Sie sich in unseren Mailverteiler ein. Im Laufe der Woche erhalten Sie dann Ihren persönlichen Gutschein-Code per Mail zugeschickt.

Natürlich dürfen Sie gerne auch Ihren Freunden, Kollegen und Chefs Bescheid geben. Laden Sie sich schon jetzt die kostenfreie Basisversion unserer App herunter und freuen Sie sich auf Ihre Mittagspause, in der Sie die Erweiterung Präsentorik kostenfrei erhalten können. Der Countdown läuft!

Kategorie: Sonstiges | 24.11.2014

Outdoortraining zur Teamentwicklung auf Abwegen

…oder: „Immer locker bleiben“

Pleiten, Pech und Pannen beim Outdoor-Training – eine sehr spannende Geschichte mit glücklicherweise gutem Ausgang.
Situation:
  • Anfrage zu einem Outdoortraining für die gesamte Führungsmannschaft.
  • Neue Personalentwicklerin auf Kundenseite, die gegen die Bedenken aus den eigenen Reihen eine neue Trainingsfirma ausprobieren will.
  • Kunde hatte bis dato noch nie was gebucht.
  • Insgesamt 18 Personen inkl. aller drei Geschäftsführer und der PE-Tante.
  • Keiner der Stammtrainer konnte das Training machen
  • Ich selbst hatte bis dato immer nur als Co-Trainer agiert.
  • Also musste ich ran mit meiner erfahrenen Trainerkollegin „Christiane“, die ich allerdings noch nicht kannte.
  • Hauptverantwortung + Vorbereitung lag an mir.
Ziele
  • Projektkompetenzen sollten verbessert werden
  • Insgesamt sollen sich die TN stärker als Team wahrnehmen und agieren
  • Weiterentwickeln für Führungs- und Teamkompetenzen für den eigenen Führungsalltag
Zeiten (geplant)
  • 1,5 Tag Training,
  • 1. Tag 20:00 bis ca. 22:00 Uhr
  • 2. Tag 08:00 – 17:00 Uhr
Zeiten (Realität)
  • 1. Tag 20:30 – 01:00
  • 2. Tag 08:30 – 17:00
Geplanter Ablauf 1. Abend Wolfspfad: mehr zur Entspannung und Einstimmung Leuchtstäbe im schon dunklen Wald finden, die einen Weg markieren. Es ist immer nur der jeweils nächste Leuchtstab zu sehen. An einer Stelle (die vorher angekündigt war) müssen die Teilnehmer sogar erst ca. 50 Meter in die Dunkelheit laufen, bis sie das nächste Licht sehen können. Den Teilnehmern war es freigestellt, alleine oder zu zweit zu gehen. (Der Wald an sich war durch viele verschiedene Forstwege recht unübersichtlich. Die Wege waren in einem guten Zustand. Um das gesamte Gelände gingen Landstraßen, keine steilen Abhänge oder Löcher, also keine objektiven Gefahrenquellen.) Am Ende des Pfades hatten wir eine „Wolfshöhle“ mit Fackeln und was zum Trinken vorbereitet, um hier den Abend gemütlich ausklingen zu lassen und den 2. Tag zu besprechen. Doch dazu sollte es nicht kommen… 2. Tag Outdoorprojekt: Das eigentliche Outdoortraining in zwei Gruppen, die miteinander kooperieren mussten, um die verschiedenen gestellten Aufgaben im Gelände erfolgreich bewältigen zu können.

Tatsächlicher Ablauf des Outdoortrainings

Der Abend mit dem Wolfspfad lief wie geplant bis ca. 21:00 Uhr. Ab diesem Zeitpunkt stellten wir fest, dass drei der insgesamt 18 Teilnehmer nicht an der Endstation „Wolfshöhle“ angekommen sind. Zu diesem Zeitpunkt machten wir uns seitens der Trainer noch keine Gedanken, da die Teilnehmer ziemlich gut drauf waren und wir davon ausgingen, dass die drei sich entweder einen Spaß erlaubten oder einfach langsamer als die anderen gegangen sind. Auch gab es unterhalb der Wolfshöhle verdächtiges Geknacke im Gebüsch, das sofort aufhörte, als wir mit den Taschenlampen hinleuchteten. Nach ca. 15 Minuten forschten wir nach, wer genau fehlte und wann die drei losgelaufen waren. Es stellte sich heraus, dass sie zu verschiedenen Zeitpunkten losgingen und einer der drei alleine ging. Daraufhin machte sich erste Besorgnis bei den Teilnehmern breit. Vor allem bei den drei GF´s. Zwei der GF´s rannten ca. 5 Minuten später mit einer brennenden Fackel in den trockenen Wald. Nicht ohne vorher wüste Szenarien wie z.B. „allein im dunklen Wald verlaufen“ bis hin zu „in eine Schlucht gestürzt und das Bein gebrochen“ herausbeschwörend. Das irritiere uns Trainer doch ein wenig, da wir uns im Taunus und nicht Norwegen befanden. In dem Zusammenhang fiel uns dann noch eine Bemerkung der GF´s bei der Vorstellungsrunde ein, dass es ruhig etwas Action und Aufregung geben darf. Nachdem wir 2 und 2 zusammengezählt hatten, dämmerte Christiane und mir der Verdacht, dass die drei Teilnehmer aus einem bestimmten Grund noch fehlten. Urplötzlich tauchte einer der drei aus dem Gebüsch auf. Erleichtert schaute er in unsere Taschenlampen und Fackeln. „Ich habe mich total verlaufen und dann nicht mehr zurückgefunden“ rief er. Auf die Frage, ob er schon mal versuchte hatte, unterhalb der Wolfhöhle zu uns durchzukommen, schaute er uns nur fragend an. Auch die anderen zwei, die noch fehlten, hatte er nicht gesehen. Die GF´s waren immer noch ziemlich aufgeregt und steckten so langsam die anderen Teilnehmer an. Vorschläge die Polizei und die Bundeswehr einzuschalten, die dann mit Hubschraubern und Infrarotgeräten das Gelände absuchen könnte, blockten wir ab. Andere Kollegen der zwei äußerten den Verdacht, dass es den zwei ähnlich sehen würde, sich einen Scherz zu erlauben und bereits in der Hotelbar zu sitzen. Das verstärkte Christianes und meinen Anfangsverdacht. Vor allem weil die GF´s dagegen argumentierten. Die anwesende Personalentwicklerin versuchte ebenfalls, die Wogen zu glätten. Da keiner so wirklich was wusste, bliesen wir zum Abmarsch ins Hotel, um dort nach den beiden zu suchen. Leider waren die beiden weder in der Hotelbar noch in der Sauna oder auf ihrem Zimmer. Auch das Hotel hatte keine Nachricht. Also trafen wir uns mit allen Teilnehmern zur „Lagebesprechung“ in unserem Seminarraum. Die Stimmung war insgesamt ziemlich locker. Die Teilnehmer unterstellten Christiane und mir, dass wir die ganze Geschichte konstruiert hätten. Unsere Beteuerung, dass dem nicht so ist, wurde nicht geglaubt. Na ca. 15 Minuten, in denen nicht wirklich ein konstruktiver Beitrag zur Auffindung der Vermissten gemacht wurde (außer Polizei und Bundeswehr), nahm mich einer der GF´s nach draußen. Sehr eindringlich fragte er mich, ob wir etwas über den Verbleib der Vermissten wüssten und ob die momentane Situation Teil des Trainings ist. Das verneinte ich natürlich ausdrücklich und stellte die gleiche Frage meinem Auftraggeber, der diese ebenso verneinte und feststellte, dass die Situation somit ernster sei als er bisher angenommen habe. Ich war dennoch immer noch der Meinung, dass die GF´s etwas mit der ganzen Geschichte zu tun haben. Christiane ebenso. Die GF´s forderten nach kurzer Absprache untereinander die anderen Teilnehmer auf, Vorschläge zur Suche der Vermissten zu machen. Das unterstützten wir natürlich und boten Karten von der Umgebung, sowie Funkgeräte und Kompanten an, die wir für den morgigen Projekttag schon vorbereitet hatten. Das bestätigte wiederrum einige der TN in ihrer Hypothese, dass das alles nur gespielt war. Nach weiteren Beteuerungen von unserer Seite und mit tatkräftiger Unterstützung der GF´s konnten wir diese Teilnehmer mundtot machen.
Zwischenstand: Christiane und ich glauben, die GF´s oder die Vermissten haben die Situation konsstruiert, darüber hinaus könnten sich die Teilnehmer wirklich verlaufen haben, was wir allerdings als recht unwahrscheinlich einstuften Die GF´s pendeln zwischen wir haben was gefaket und die Teilnehmer sind wirklich verschollen. Die restlichen Teilnehmer sind sich ganz sicher, dass entweder wir mit den GF´s oder den Vermissten sie gerade total verladen haben und es Teil des Teamtrainings ist.
Nach einer kurzen und sehr zielorientierten Planungsphase der Teilnehmer ist das Gelände um das Hotel in 7 verschiedene Bereiche aufgeteilt. Es gibt 7 Gruppen á 2 Personen (Christiane und mich mitgezählt) und eine „Zentrale“, die im Seminarraum installiert wird. Alle haben alle HandyNr. und die Kommunikationswege sind genau definiert. Christanes und mein erster Weg ist die Wolfhöhle, um dort das Material abzubauen und um Christianes Handy zu holen. Ca. 20 Minuten nachdem wir den Seminarraum verlassen haben, kriegen wir die Nachricht von der „Zentrale“, dass die beiden Vermissten gefunden und wohlauf sind. Christiane grinst mich an und sagt: „Na also, hatten wir doch recht. Die ganze Sache war ein Fake.“ Ich nicke zustimmend. Wieder zurück im Seminarraum (wir haben mittlerweile 23:30 Uhr) finden wir eine gelöste Teilnehmergruppe vor, die Bier trinkend und rauchend im Seminarraum sitzt und sich offensichtlich köstlich amüsiert. Nach einem kurzen Blick auf die beiden Vermissten, die uns schelmisch anlachen, kombiniert mit den zufriedenen Gesichtern der GF´s, die die tolle Zusammenarbeit des Teams beschwören, ist uns endgültig klar, dass die ganze Geschichte abgekartet war. Nach zwei weiteren Runden Bier fängt sich die Runde aufzulösen. Wir bitten die GF´s und die beiden Vermissten noch mal kurz hierzubleiben, da wir für den kommenden Tag noch etwas zu besprechen haben.
Zwischenstand: Christiane und ich sind 100 % sicher, die GF´s und die verschwundenen Teilnehmer haben die Situation gefaket. Die GF´s glauben, dass Christiane und ich mit den Vermissten unter einer Decke steckten. Die restlichen Teilnehmer sind sich ganz sicher, dass entweder wir oder die GF´s sie gerade verladen und es zum Training dazugehört.
Nachdem sich der Raum bis auf die Hauptakteure geleert hatte und wir ein weiteres frischgezapftes Bier in der Hand hielten, leitete ich die nun folgende Konversation ein mit dem Satz: „Wir haben im Prinzip nichts gegen ein bisschen Action und Aufregung bei Teamentwicklungen, nur wüssten wir vorher gerne Bescheid, um adäquat auf die Situation reagieren zu können.“ (Ich war ziemlich stolz auf diesen Satz um die Uhrzeit nach drei Bieren) und war gespannt auf die Reaktion meiner Gesprächspartner. Anstatt einer Antwort schauten Christiane und ich in erstaunte GF´s Gesichter. Jetzt war klar, die wussten auch nichts! OK, dann hatten halt die beiden Vermissten sich die ganze Geschichte ausgedacht. Diese konnten allerdings sehr glaubhaft versichern, dass sie sich wirklich verlaufen hatten. Was eine kurze Überprüfung ihrer Laufstrecke auf der Karte zusätzlich untermauerte. Nachdem wir uns alle noch mal ungläubig angestarrt hatten, fingen die GF´s an zu grinsen und dann schallend zu lachen in das wir, die Vermissten und die Personalentwicklerin einstimmten. Christiane und ich strickten im Anschluss an das Gespräch noch schnell das Training für den nächsten Tag um und um drei Uhr konnte ich mich zur Ruhe betten. Der nächste Tag war unglaublich gut. Die Teilnehmer schafften fast alle der Aufgabenstellungen in der Hälfte der Zeit. Ist ja auch kein Wunder… nach diesem Einstieg am Vorabend. Alle äußerten sich beim Abschlussfeedback sehr zufrieden über das Training. Die GF´s bedankten sich alle einzeln und per Handschlag bei Christiane und mir. Die Personalentwickerlerin umarmte uns sogar.
Fazit: Christiane und ich sind 100 % zufrieden und überlegen ernsthaft, die Vermissten in das Trainingskonzept einzubauen. Die GF´s sind auch 100 % zufrieden. Die Personalentwicklerin ist 100 % zufrieden. Die restlichen Teilnehmer sind sich ganz sicher, dass die Vermissten sich nie wirklich verlaufen hatten und die ganze Geschichte zum Trainingskonzept gehört.
Für mein erstes Outdoortraining gar nicht schlecht, finde ich.

Kategorie: FachtrainerAkademie

Sonstiges | 10.11.2014

Ihr Profil als Trainer auf XING

Sind Sie aktiv als Trainer auf XING? XING ist mit über 14 Millionen Nutzern im deutschsprachigen Raum das größte Business-Netzwerk. Und die Zahl der Nutzer nimmt kontinuierlich zu. Rund 35 Millionen Besucher pro Monat kann XING aufweisen. Dabei nutzen die Mitglieder des Netzwerkes es auf ganz unterschiedliche Weise: Auch als Trainer sollten Sie auf XING ein Profil haben und dieses auch pflegen und kontinuierlich Neuigkeiten dort veröffentlichen. Vor allem im B2B-Bereich hat XING vor allen anderen Netzwerken die Nase vorn. XING bietet eine tolle Ergänzung zu Ihrem sonstigen Social Media Marketing Mix:

Wie machen Sie das am besten als Trainer auf XING?

Schöpfen Sie auf XING schon das gesamte Potential dieses Netzwerkes aus? Oder ist XING für Sie nur eine Kontaktsammelstelle? Von allen Netzwerken ist XING für Trainer das relevanteste, daher sollten Sie versuchen, das Maximum herauszuholen. Wie Sie das erreichen können und was es zu beachten gibt, wenn Sie als Trainer auf XING aktiv sind, schreibt XING-Trainer Joachim Rumohr in seinem Artikel „XING für Trainer und Coachs – das Maximum herausholen„, den ich Ihnen wärmstens empfehlen kann.

Kategorie: Sonstiges | 04.09.2014

Pleiten, Pech und Pannen „Flug verpasst“

Morgens 9:00 Frankfurt Hbf Rückseite, wo die Busse von Frankfurt nach Hahn abfahren (der dortige Flugplatz wird von auch Frankfurt-Hahn genannt, obwohl er 125 km weit weg liegt): 13 gutgelaunte Menschen treffen sich für ein Seminar in England. Alle freuen sich auf eine entspannte Reise in eine andere Kultur und den mit dem Seminar verbundenen Aufenthalt. Der Flug sollte in 5,5 Stdn gehen – also mehr Zeit als genug für die Fahrt zum Flughafen Hahn – die mit dem Bus normalerweise maximal 2 Stunden dauert. So der Plan. Wir kamen auf der Autobahn relativ gut voran und standen dann auf einmal drei Abfahrten vor Hahn, nach einer knappen Stunde Fahrt, plötzlich im Stau. Naja, kann passieren. Ist ja noch Zeit – dachten wir – wir sind ja fast da. Geht gleich weiter, kein Problem – was man halt so denkt. Doch nichts ging weiter, noch weniger löste sich der Stau auf. Bis dahin kam auch nirgends eine Nachricht, was da überhaupt los ist, und warum der Stau sich immer noch staute. Nach etwa einer Stunde (Abflug in 3,5 Stunden, minus eine ¾ Stunde vorher einchecken), als es sich der ein oder andere auf der Autobahn gemütlich gemacht hatte, telefonierte ich immer hektischer herum um herauszufinden, wann und wie es weiter geht und vor allem wollte ich den Flughafen erreichen, um die Fluglinie zu informierten, das wir ein kleines Problem hätten und ob wir gegebenenfalls beschleunigt einchecken könnten, falls wir etwas gehetzt auf den letzten Drücker angerannt kämen. Das konnte mir bei der irischen Hotline der Fluglinie nicht wirklich jemand kompetent beantworten, da der Check-In-Schalter erst eine ¾ Stunde vor dem Take-Off aufmacht. Und vorher ist da niemand zu erreichen (das kenne ich schon aus früheren Erfahrungen – ich sage da nur Dänemark). Auch die Betreiber des Flughafens bestätigten mir, dass dem genauso sei. Mein Nervenkostüm löste sich langsam in Wohlgefallen auf und die Teilnehmer zeigten ebenfalls das gesamte emotionale Spektrum von gelassen bis hochtnotsauer. Diskussionsthemen wie „Nur 5 Stunden Puffer für die Anreise zum Flughafen: zuviel oder zuwenig“, „ Seminarleiter ist an allem schuld“, „Das wiiiird schooon“ ebbten auf und ab. Was tun? Gepäck nehmen, bis zur nächsten Ausfahrt gehen und Taxi bestellen? Der Flug, so versicherten die Hotlines und Experten dieser Welt würde auf jeden Fall nicht warten, es gäbe da sehr enge Zeitpläne einzuhalten … Mittlerweile war´s eine Stunde vor Abflug. Dann kam die Nachricht im Radio: „ 300 Meter vor der Abfahrt Hahn ist ein LKW mit einer brennbaren Flüssigkeit ins Schlingern gekommen, umgekippt und in Flammen aufgegangen. Keine Verletzten. Aber die Autobahnteilstrecke ist hinüber – THW und Feuerwehr basteln eifrig und versuchen den Asphalt abzukühlen. Infolgedessen kann es sich noch Stunden bis zur Freigabe der Autobahn hinziehen.“ Na wunderbar – Katastrophe war komplett, die Flüge waren futsch. Mir blieb nur, die mir nun sehr genau bekannte irische Hotline mal wieder anzurufen und mich nach neuen Flügen zu erkundigen. „Neue Flüge – kein Problem. Bitte zahlen Sie umgehend mit Kreditkarte. Übers Internet kein Problem, über´s Telefon schon.“ Handys mit Internetoption gab´s damals noch nicht (in Dänemark gab´s noch nicht mal Handys). Also wie sollten wir erstens überhaupt buchen und zweitens wer hat eine solch dicke Kreditkarte, dass sie für 13 jetzt gar nicht mehr so billige Billigflüge (=10x so teuer wie ehedem) gedeckt ist? Kurzum: keiner. Doch …! Einer der TN war der Sohn eines leitenden Mitarbeiters einer großen Frankfurter Bank, der wiederum machte die Zahlungsabwicklung möglich, so dass wir mit einigen Stunden Verspätung den Abendflug erreichten und unsere Tickets tatsächlich in Händen hielten. Fast ehrfürchtig betrachteten wir diese und noch ehrfürchtiger betraten wir das Flugzeug. Und vor allem diese Startbahn genossen wir … wie schnell man doch von der Stelle kommen kann, wenn die Piste frei ist! Ich hatte zwischendurch auch mit meinem englischen Kooperationpartner telefoniert und mit einigen anderen am Seminar beteiligten Personen, so daß in England ein Bus in Stanstead immer noch auf uns wartete – Schön, dachten wir, und stiegen ein … Das weitere Seminar verlief optimal und wir behielten es alle in sehr guter Erinnerung. Fazit: Ein schlechter Start heißt noch gar nichts! Ein schlechtes Ende hingegen …

Kategorie: Sonstiges | 11.08.2014

Top 10 Beiträge im 1. Halbjahr 2014

Jetzt in der Sommerzeit ist es mal ruhig genug, um zu schauen, welche Beiträge hier im Blog bisher am beliebtesten waren. Daher heute mal ein wenig Statistik. Da ich das so eigentlich nicht im Auge behalte, war es mal ganz spannend zu sehen, welche Beiträge denn nun dabei sind in unseren

Top 10 der Beiträge im 1. Halbjahr 2014

Platz 10 belegt unser Beitrag mit dem Titel „Vorurteile – Kostenloser Test

Haben Sie Vorurteile? Wir alle haben welche, auf die eine oder andere Art und Weise. Ein Vorurteil sagt schon, was es ist: ein Vor-Urteil! Sie urteilen ohne groß nachzudenken, ehe Sie überhaupt wissen, ob Ihr Urteil richtig ist oder nicht.

Manch einer hat Vorurteile gegenüber Menschen mit einer anderen Hautfarbe. Andere haben Vorurteile gegenüber Menschen anderen Alters, anderer Sexualität, anderer Länder. Wessis haben Vorurteile gegenüber Ossis – und natürlich haben auch Ossis Vorurteile gegenüber Wessis.

Wollen Sie einmal testen, ob die Wissenschaft Vorurteile bei Ihnen finden kann? Wollen Sie wissen, welche Vorurteile Sie tatsächlich haben, auch wenn Sie denken, Sie hätten keine?
Weiterlesen

Platz 9 belegt unser Bericht über die andyamo-App für Trainer „Business-Tools in der Hosentasche – die andyamo-App„.

Die andyamo-App zu den Themen Argumentation, Moderation, Präsentorik und Gesprächsführung ist verfügbar für Android und iOS. Sie stellt jede Menge praxisrelevante anwendbare Tools, Modelle, Tipps & Tricks zu den vier Themenbereichen zur Verfügung. Einfach die kostenlose Basisversion im Store runterladen und loslegen. Die App ist über die Basisversion hinaus durch In-App-Käufe um viele weitere Tools, Tipps & Tricks erweiterbar.
Weiterlesen

Ein kleiner Geheimtipp: Folgen Sie uns auf Twitter, Facebook und/oder Google+ . Zu unserem diesjährigen Jubiläum werden wir die App inklusive aller Erweiterungen kurzfristig kostenlos verfügbar machen. Wann? Das erfahren Sie als Follower natürlich aus erster Hand!

Platz 8 belegt ein Beitrag aus unserer Serie mit schwierigen Gesprächspartnern „Serie Schwierige Gesprächspartner – Der Verweigerer„.

Heute erfahren Sie in unserem letzten Teil der Serie “Schwierige Gesprächspartner”, wie Sie mit einem sogenannten Verweigerer umgehen können, um ihn aus der Reserve zu locken. Den Verweigerer kennzeichnet, dass er absolut engstirnig ist und dabei mit null Bewegung in seinen Handlungen agiert. Sein Motto lautet deutlich „Das haben wir schon immer so gemacht!“. Ihm in Gesprächen und Verhandlungen beizukommen, ist nicht ganz einfach. Wie gehen Sie nun also damit um, wenn Ihr Gesprächsparter sich entpuppt als „Der Verweigerer“.
Weiterlesen

Platz 7 belegt der Besserwisser aus der gleichen Serie „Serie Schwierige Gesprächspartner – Der Besserwisser„.

Im ersten Teil unserer Serie über schwierige Gesprächspartner geht es heute um einen Typus, den wir wohl alle kennen und dem wir schon des Öfteren begegnet sind – den Besserwisser.

Der Besserwisser zeichnet sich zum Beispiel dadurch aus, dass er in Verhandlungen und Gesprächen sagt: “…das haben wir schon immer so gemacht…” und dabei bleibt er auch und lässt nichts anderes gelten.
Weiterlesen

Platz 6 geht an den Choleriker „Serie Schwierige Gesprächspartner – Der Choleriker“ – der dritte Beitrag dieser Serie in den Top 10!

Laut Wikipedia ist der Choleriker “ein leicht erregbarer, unausgeglichener, jähzorniger, zu Wutanfällen neigender Mensch”. Das kann wohl jeder bestätigen, der einen Choleriker schon einmal erlebt hat oder der einen Choleriker kennt. Ein cholerischer Mensch fühlt sich schnell persönlich angegriffen. Er flippt schnell aus und wird laut. Nicht gerade die angenehmsten Zeitgenossen und auch nicht gerade die einfachsten Gesprächspartner, aber genau darum geht es ja in unserer Serie.
Weiterlesen

Platz 5 hat sich der Startbeitrag unserer Serie zu den Ich-Botschaften verdient „Ich-Botschaften – Jede Woche eine neue Ich-Botschaft„.

In den kommenden Wochen zeige ich Ihnen anhand vieler Beispiele aus dem täglichen (Trainer- oder Führungskräfte-) Leben den Unterschied zwischen einer Ich-Botschaft und einer Du-Botschaft.

Es gibt kaum ein besseres Kommunikationswerkzeug, um Diskussionen, Konflikte und sonstige schwierige Gesprächssituationen zu entschärfen, als eine Ich-Botschaft.

Mit einer Ich-Botschaft teile ich unmissverständlich meine eigene Meinung mit, ohne schwach oder verletzend/angreifend zu sein. Richtig formuliert sorgen Ich-Botschaften fast immer für eine Deeskalation und dafür, dass ein Gespräch persönlicher und verbindlicher wird.
Weiterlesen

Den undankbaren Platz 4 ergatterte die Erklärung des 4-Ohren-Modells „Das 4-Ohren-Modell – kurz erklärt„.

Missverständnisse! Jeder kennt es, dass in einer Gesprächssituation der eine etwas sagt und der andere das Gesagte “in den falschen Hals bekommt” und – zack! – kommt es zum Streit. Dieses “in den falschen Hals bekommen” erklärt sich unter Umständen durch das von Friedemann Schulz von Thun ausgearbeitete 4-Ohren-Modell.
Weiterlesen

Auf Platz 3 landet der Beitrag über „Die 5 wichtigsten Verhandlungsstrategien„.

Als Chef eines Unternehmens oder als Führungskraft ist immer wieder Ihre Verhandlungskunst gefragt, sei es in Gesprächen mit Mitarbeitern, mit Geschäftspartnern oder mit Banken. Es geht dabei um Lieferkonditionen, Aufträge, Geschäftsabschlüsse, die Höhe des Gehalts und so weiter. In jeder Verhandlung stehen Ihre eigenen Ziele den Interessen Ihres Verhandlungspartners entgegen. Und trotzdem sollte am Ende der Verhandlung ein Ergebnis sichtbar sein, am besten eines, mit dem beide Seiten zufrieden sind.
Weiterlesen

Silber und Platz 2 gehen an die Erklärung der „LIMO-Technik„.

In Präsentationen oder Gesprächen haben sicher auch Sie häufig mit unangenehmen Fragen zu tun. Sei es in der Diskussionsrunde nach Ihrer erfolgreichen Präsentation, sei es im Kundengespräch oder bei einem sonstigen wichtigen Geschäftstermin. Unangenehme Fragen sind immer – nun ja, eben unangenehm. Mit Hilfe der LIMO-Technik gehen Sie auf diese Fragen in aller Ruhe ein und aus unangenehmen Fragen werden angenehmere Diskussionsbeiträge.
Weiterlesen

Und mit weitem Abstand vor allen anderen und damit auf Platz 1 liegt der Beitrag „Kostenloser Onlinetest 4-Ohren-Modell„.

Wissen Sie, mit welchem Ohr Sie hören? Sie können es ganz leicht herausfinden. Alles, was Sie dazu brauchen, ist ein wenig Zeit. In etwa 15 Minuten können Sie herausfinden, welche Hörweise bei Ihnen besonders ausgeprägt ist. Das kann Ihre Kommunikation deutlich verbessern.
Weiterlesen

Kategorie: Präsentation & Rhetorik | 07.08.2014

Was ist eigentlich Powerpoint Karaoke?

Haben Sie schon mal von Powerpoint Karaoke gehört? Noch nicht? Mir begegnet dieser Begriff gerade immer wieder. Für jeden, der zumindest ab und an eine Präsentation halten muss, finde ich Powerpoint Karaoke eine sehr gute Vorbereitung. Die Wikipedia bezeichnet Powerpoint Karaoke als „Ableger des klassischen Karaoke, bei dem die Teilnehmer keine Liedtexte nachsingen, sondern aus dem Stegreif einen Vortrag zu ihnen vorher nicht bekannten, zufällig ausgewählten Folien halten. […] Es handelt sich um ein rhetorisches, präsentatorisches Trainingsspiel mit Unterhaltungscharakter.“

Vorteile

Man übt also Präsentieren anhand vorher nicht bekannter Powerpoint Foliensätze. Damit übt man viele Dinge  gleichzeitig:
  • Freies Sprechen vor Publikum
  • Besiegen von Lampenfieber
  • Umschiffen von Präsentationsklippen
  • Umgang mit schwierigen Situationen in Präsentationen
  • Rhetorik
  • Kreativität

Ablauf als Spiel im Training

Ein (mehr oder weniger) Freiwilliger wird ausgewählt. Entweder er, der Spielleiter oder das Publikum wählen ein Thema aus. Zu diesem wird über eine Suchmaschine nach einer Präsentation gesucht. Bei Google erreicht man dies zum Beispiel, indem man dem Suchbegriff „filetype:ppt“ (oder „filetype:pptx“ oder auch „filetype:pdf“ für Präsentationen, die als PDF-Dateien vorliegen) hinzufügt. Die erste gefundene Präsentation zu dem gewählten Thema wird verwendet und ohne vorher die Folien anzuschauen, startet der gewählte Präsentator seinen Vortrag. Nach Beendigung des Vortrags kann eine Bewertung durch das Publikum oder den Spielleiter oder eine Jury erfolgen, muss jedoch nicht. Statt per Suchmaschine nach Präsentationen zu suchen, kann auch der Spielleiter mehrere Präsentationen vorbereiten und per Zufall an die Teilnehmer verteilen.

Zufallspräsentation per Internetportal

Das Portal Kapopo hat viele Powerpoint-Präsentationen gesammelt und stellt sie auf seiner Seite zur Verfügung für Powerpoint Karaoke. Dabei kann man auswählen, ob man Einsteiger oder Fortgeschrittener ist – und dementsprechend schwer sind auch die Präsentationen. Es gibt auch noch Spielvarianten wie „Zufallswörter“, „Tabuwörter“, „Pantomime“, „Spontan, wenn ich Du wäre…“, die noch mehr Spaß bringen und sich vermutlich an die eher fortgeschrittene Zielgruppe richten. Der Dienst ist kostenfrei. Man kann nach Anmeldung auch eigene Präsentationen hochladen und zur Verfügung stellen. Für Fragen, Verbesserungsvorschläge, Kritik und ähnliches steht ein Forum zur Verfügung.

Deutsche Meisterschaft

Ob man es glaubt oder nicht, es gibt auch schon eine Deutsche Meisterschaft im Powerpoint Karaoke. Im dezember 2013 fand die erste davon in Berlin statt. Entwickelt hat sich die Idee dazu aus einem festen Termin für Powerpoint Karaoke in einer Berliner Bar. Es wurden wohl immer mehr Teilnehmer, so dass irgendwann die Idee aufkam, eine Meisterschaft zu machen. Organisiert wurde das Ganze von Kultmucke, die auch einen eigenen YouTube-Kanal zu Powerpoint Karaoke betreiben. Kannten Sie Powerpoint Karaoke schon? Haben Sie es schon einmal in einem Training eingesetzt? Wie sind Ihre Erfahrungen damit? Wir sind gespannt auf Ihre Berichte aus der Praxis…  

Kategorie: Sonstiges | 30.01.2014

Pleiten, Pech und Pannen „Auf Kollisionskurs“

In loser Folge werden wir hier einige Geschichten aus dem Trainerleben veröffentlichen, die unter die Kategorie „Pleiten, Pech und Pannen“ fallen. Der heutige Beitrag stammt von unserer Trainerin Susanne Dietz

Pleiten, Pech und Pannen „Auf Kollisionskurs“

Vor nicht allzu langer Zeit hatte ich ein dreitägiges Seminar zum Thema „Umgang mit Konflikten im beruflichen Alltag“ im Rahmen einer siebenteiligen Weiterbildungskette „Sozialkompetenz im Beruf“ zu leiten. Da ich bis auf zwei Seminare die gesamte Kette betreute, kannte ich die Teilnehmer also schon aus früheren Seminaren und freute mich auf sie. Der ersten Tag lief wie erwartet intensiv, gut gelaunt und abends saßen wir gemeinsam noch beisammen. Am nächsten Morgen stand ich etwas früher auf, um meine Haare zu waschen. Dies tat ich  wie jeder von uns schon so oft mit der dazugehörigen Routine. Nur vergaß ich, dass ich nicht im heimischen Bad mit den gewohnten Abmessungen war. Ich schüttelte wie üblich meine Haare über dem Badewannenrand mit einer schnellen, vertikalen Bewegung aus – ähnlich headbanging –  und meine Stirn kollidierte intensivst mit besagtem Badewannenrand.  Nach einem lauten BOOIIING!! stand ich benommen über die Badewanne gebeugt und begriff erst, was passiert war, als ich mein Blut in die Wanne laufen sah. Ich schnappte mir laut fluchend ein Handtuch, presste es auf die Stirn und rief die Rezeption an: „Hallo? Ich hab da ein Problem. Könnte mich jemand zum Notarzt fahren? Schnell?  Mein Seminar fängt in einer Stunde an.“ Worauf hin die Rezeptionistin meinte:  „ Ist das bei Ihnen ein Grund für den Notarzt?!“ Ich bellte zurück, dass ich mit den Kopf eingeschlagen hätte und wohl genäht werden müsse. Und zwar dalli! Sofort war die Hotelleitungsassistentin bei mir und wollte auch ad hoc mit mir losfahren. Ich ging allerdings noch vorher mit dem Handtuch vor der Stirn haltend in den Frühstücksbereich und informierte die Teilnehmer, dass das Seminar etwas später beginnen würde. Alle schauten mich geschockt an und jeder der Teilnehmer bot mir sofort an, mich zum Arzt zu fahren. Jeder überstimmte den anderen bis ich schließlich alle anknurrte: „Ja wie denn? Von euch weiß doch keiner, wo hier ein Arzt ist! Ich fahre mit der Begleitung vom Hotel und Basta! Ich verlängert das Frühstück und dann geht´s weiter!“ Gesagt, getan. Beim Arzt kam das übliche Prozedere. Röntgen (Schädel nicht kaputt), Reflexe (alle vorhanden), Schocküberprüfung (ich hab alle angemault, sie sollten voranmachen – also keiner). Dann wurde die Wunde geklebt (die Ärztin erklärte mir, es sei eine Weiterentwicklung von normalem Klebstoff, der wiederum eigentlich von Militärs entwickelt wurde, damit man in Feld Verletzte schneller verarzten konnte – na danke), dann ein netten 5 qcm Pflaster zentral-mittig (wenn schon, denn schon) auf die Stirn und  gab mir den Rat, ich solle den Rest des Tages liegen, weil eine Gehirnerschütterung nicht auszuschließen sei. Ab ging´s via Hotel. Den Rat befolgte ich natürlich nicht und das Seminar ging weiter. Bald merkte ich, dass mein Kopf wohl doch etwas gelitten hatte. Ich fühlte mich zeitweise ein wenig benommen und war an dem Tag geistig nicht immer voll da. Das merkten auch die Teilnehmer und wiederholten an mich gerichtete Fragen, wenn nötig: „Susanne, Hallooo! Biste noch da? Alles ok?“ ich fing mich und richtete meine Aufmerksamkeit wieder aufs Geschehen. Der Tag verlief  dann noch erstaunlich gut und die Teilnehmer witzelten nach einer Weile über meine mittlerweile prachtvolle Beule. `Das letzte Einhorn´, `El Torro´  `Der letzte Indianer´ – wer den Schaden hat … Abends habe ich mich bald zurückgezogen und früh geschlafen.  Am letzten Tag war ich wieder obenauf und wir arbeiteten intensiv und effektiv. Ich hatte das Gefühl, dass mein Missgeschick letztlich eine Verbundenheit zwischen den Teilnehmern und mir hervorgerufen hat. Dieses Gefühl bestätigte sich in den Folgeseminaren. Wir hatten durch das Erlebnis mehr persönliche Nähe entwickelt und die Teilnehmer legten mir gegenüber ein Vertrauen an den Tag, das mir sehr nahe ging und bis heute geht. Übrigens habe ich mir einige Zeit später in einem Seminar den Hinterkopf recht ordentlich  gestoßen, aber das ist eine andere Geschichte … Fotocredit: Stephanie Hofschlaeger  / pixelio.de